Die wichtigsten Zitate bei der Münchner Sicherheitskonferenz

München (APA/dpa) - Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat bei der Münchner Sicherheitskonferenz mit drastischen Worten zur Ost...

München (APA/dpa) - Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat bei der Münchner Sicherheitskonferenz mit drastischen Worten zur Ost-West-Konfrontation für Furore gesorgt. Dazu gab es zahlreiche Reaktionen. Nachfolgend die wesentlichen Zitate bei der Sicherheitskonferenz vom Wochenende:

„Wir sind in die Zeiten eines neuen Kalten Krieges abgerutscht.“

(Der russische Premier Medwedew am Samstag zur Konfrontation zwischen Ost und West.)

„Kann es wirklich sein, dass wir noch eine dritte weltweite Erschütterung brauchen, um zu verstehen, wie nötig jetzt die Zusammenarbeit ist und nicht die Konfrontation?“

„Ich bin zuversichtlich, dass wir heute weiser, erfahrener und verantwortungsbewusster sind.“

(Medwedew zum selben Thema.)

„Wir sollten den Rat von Präsident Kennedy während seines Berlin-Besuchs im ersten Jahr dieser Sicherheitskonferenz beherzigen: ‚Richten Sie den Blick über die Gefahren des Heute,‘ sagte er, ‚auf die Hoffnung des Morgen.‘“

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

(US-Außenminister John Kerry am Samstag nach der Rede Medwedews in Anspielung auf die „Ich bin ein Berliner“-Rede von John F. Kennedy im Jahr 1963.)

„Wir wollen keinen neuen Kalten Krieg.“

(NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Samstag.)

„Ich habe ihn so verstanden: Wir müssen eine Situation vermeiden, die in einen Kalten Krieg führt.“

(Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Samstag in Reaktion auf Medwedews Rede.)

„Das einzige, das sich an Herrn Putins Einstellung geändert hat, ist, dass sein Appetit beim Essen steigt.“

(US-Senator John McCain am Sonntag über den russischen Präsidenten Wladimir Putin.)

„Wahrscheinlich stehen wir sogar vor einem heißen Krieg.“,

(Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite am Samstag.)

„Die alten Instinkte scheinen also immer noch da zu sein.“

(Der russische Außenminister Sergej Lawrow am Samstag über die neue Konfrontation zwischen Ost und West.)

„Heute gibt es für die meisten Syrer keinen Hoffnungsschimmer.“

(Der Chef des Hohen Verhandlungskomitees der Regimegegner, Riad Hijab, am Sonntag.)

„In Syrien gibt es keinen Bürgerkrieg, das sind Ihre Flugzeuge, die die Zivilbevölkerung bombardieren, Herr Putin.“

(Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko am Samstag an die Adresse des nicht anwesenden russischen Präsidenten Wladimir Putin.)

„Ein ganzes Krisengebräu kocht da gegenwärtig hoch in Europa. (...) Wir müssen um Europa kämpfen.“

(Steinmeier am Samstag)

„Es wird weitere Angriffe geben, große Anschläge geben, so viel ist sicher.“

(Frankreichs Premierminister Manuel Valls am Samstag über mögliche weitere islamistische Terrorattacken in der Art der Pariser Anschläge.)

„Kanzlerin Merkel und andere Führungspersönlichkeiten haben bemerkenswerten Mut bewiesen.“

(Kerry am Samstag zur Bewältigung der Flüchtlingskrise in Europa.)

„Ich hoffe, sie hat Erfolg. Das sage ich jetzt wirklich mit einem heißen Herzen. (...) Ich will mir jetzt gar nicht vorstellen, wenn das nicht funktionieren würde, was wir dann für Probleme haben.“

(Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer am Samstag am Rande des Staatsempfangs anlässlich der Sicherheitskonferenz über Merkel und den bevorstehenden EU-Gipfel zur Verteilung der Flüchtlinge in Europa.)

„Die Erwartung der Partner ist es, dass wir uns nicht kleiner machen als Dänemark.“

(Der Chef der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, am Freitag, über ein stärkeres militärisches Engagement Deutschlands gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“)

„Ich bin übrigens als Ministerpräsident in meinem eigenen Land noch nie so kontrolliert worden wie heute.“

(Seehofer, der am Samstag vor einem Treffen mit Medwedew mit seinem Wagen in eine Polizeikontrolle geriet.)

~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA226 2016-02-14/15:30


Kommentieren