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Pizza verstehen alle Skifahrer

Einmal auf Skiern stehen. Mit vereinter Muskelkraft und viel Engagement haben der Student Markus Riccabona und Skischul-Besitzer Urs Weber mit einem Ski-Nachmittag Abwechslung in den Alltag von Flüchtlingen gebracht und dabei spielerisch den Sprachschatz erweitert.

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„Ski fahren ist super!“, werden Skilehrerin Marie Weber und ihre junge Gruppe nie müde zu rufen.
© Julia Hammerle

Große Pizza, groooße Pizza! Grooooße Pizza“, ruft Skilehrer Felix Plaikner noch und alle Umstehenden stimmen mit ein – zu spät. Patsch! Schon liegt Sadia Muradi im Schnee. Ein Skistock unter einem Ski eingeklemmt, der andere irgendwo, versucht sich die 29-Jährige lachend aufzurichten. Die Hände der Frau, die in Afghanistan als Security am Flughafen gearbeitet hat, sind rot vor Kälte. Immer wieder rutscht ihr ein Ski beim Aufstehen weg. Innerhalb kürzester Zeit scharen sich die Leute um Muradi und richten sie unter Gelächter mit vereinten Kräften wieder auf. Ein Spiel, das sich an diesem Nachmittag noch häufig wiederholen wird. Doch auch Skischulbesitzer Urs Weber wird nicht müde zu wiederholen: „Grooooße Pizza ist stopp. Kleine Pizza ist fahren.“ Aller Anfang – sprich, Schneepflugfahren auf Skiern – ist schwer, aber lustig.


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