Durchblicken in einer Welt aus Zeichen

Innsbruck – Info-Grafiken gehören längst zum guten Ton in der Kommunikationsbranche, denn mit ihrer Hilfe lässt sich auch angesichts großer ...

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© Zimmermann/Hahn

Innsbruck –Info-Grafiken gehören längst zum guten Ton in der Kommunikationsbranche, denn mit ihrer Hilfe lässt sich auch angesichts großer Datenmengen der Durchblick behalten. Die beiden in Bern ansässigen Grafikdesignerinnen Barbara Hahn und Christine Zimmermann sind diesbezüglich ziemlich gefragt – sie arbeiten u. a. für die Wochenzeitung Die Zeit oder das New York Times Magazine. Wie man mittels Datenvisualisierung „Neue Blicke auf die Welt“ werfen kann, erzählen Hahn und Zimmermann am 15. März im Innsbrucker Weiss­raum, wo sie die diesjährige Vortragsreihe einläuten.

Weissraum, das Innsbrucker Forum für visuelle Gestaltung, ist im vergangenen Jahr, wie berichtet, sesshaft geworden, die neue Heimstatt in der Andreas-Hofer-Straße 27 bietet Platz für mehr Aktivitäten: Das Format „Nudelsuppe mit Würstel“ gehört dazu – es ist eine Art Open Stage für Tiroler Gestalter und startet am 11. März, dann stellen sich drei von ihnen vor.

Auch neue Kollaborationen haben sich ergeben: Der von Kurt Höretzeder gegründete Verein hat sich dem Netzwerk der österreichischen Design­foren angeschlossen – und fungiert jetzt als „Designforum Tirol“. Was 2016 auch sichtbar wird, etwa durch die Übernahme der Ausstellung „Staatspreis Design“ (ab 15. April), die sowohl am Weissraum-Sitz als auch in der styleconception zu sehen sein wird. Ebenfalls nach Innsbruck holt man die Schau „Die schönsten Bücher Österreichs“ (ab 20. Mai).

Und mit der „selbst gemachten“ Ausstellung zu Gustav E. Sonnewend, dem Schöpfer des SOS-Kinderdorf-Logos, widmet man sich ab 15. Juni einem der „Wegbereiter der grafischen Moderne in Tirol“, so Höretzeder.

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Meist sehr gefragt sind die Workshops zu Themen wie „Bücher binden“, „Siebdruck“ oder der Kunst des Buchdruckens, für die man sich früh genug anmelden sollte.

Unter den Vortragenden sind außerdem Manfred Eicher, Gründer des auch für seine Plattencover gerühmten Labels ECM. Rudolf Paulus Gorbach wird Anfang April von den Herausforderungen bei der Buchgestaltung der kritischen Edition von Hitlers „Mein Kampf“ berichten.

Zu den Neuerungen gehören auch die „Typowalks“, Stadtspaziergänge, bei denen die urbanen Schriftzüge – Firmenschilder, Hausbeschriftungen etc. – erkundet werden. (jel)


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