Fast 1.000 Vertriebene wegen Gewalt in Kolumbien

Bogota (APA/dpa) - In Kolumbien sind nach Behördenangaben Hunderte Menschen wegen drohender Kämpfe zwischen linken Rebellen und früheren rec...

Bogota (APA/dpa) - In Kolumbien sind nach Behördenangaben Hunderte Menschen wegen drohender Kämpfe zwischen linken Rebellen und früheren rechten Paramilitärs vertrieben worden. Betroffen seien rund 900 Einwohner der Gemeinde Alto Baudo im nordwestlichen Department Choco, wie die Menschenrechtsbehörde der Regierung im südamerikanischen Land am Samstag mitteilte.

In der Region eskaliert demnach seit Tagen ein Streit zwischen Rebellen der linksgerichteten Eln-Guerilla und der kriminellen Organisation Clan Usuga. Letztere ist nach aktuellen Erkenntnissen aus früheren rechten paramilitärischen Gruppen hervorgegangen und im Drogenhandel aktiv. In Kolumbien tobt seit Jahrzehnten ein blutiger Konflikt zwischen linken Rebellen, rechten Paramilitärs und den Staatskräften.

Nach Schätzungen sind in den vergangenen 50 Jahren mehr als 220.000 Menschen dem Konflikt zum Opfer gefallen. Kolumbiens Regierung hofft auf eine baldige Friedensvereinbarung mit der marxistischen FARC-Guerilla, der größten Rebellengruppe des Landes. Auch mit den Eln-Rebellen gibt es Kontakte für einen Friedensprozess.