Slowenien - Für Pendler bald billigere Maut durch Karawankentunnel

Ljubljana (APA) - Das slowenische Infrastrukturministerium plant Änderungen der Maut für den Karawankentunnel, mit denen für Pendler die Dur...

Ljubljana (APA) - Das slowenische Infrastrukturministerium plant Änderungen der Maut für den Karawankentunnel, mit denen für Pendler die Durchfahrt um fast die Hälfte billiger sein wird. Mit einer nicht übertragbaren monatlichen Punktekarte, die demnächst eingeführt wird, wird die einzelne Fahrt 2,30 Euro kosten. Derzeit kostet die Einzelfahrt mit einer übertragbaren Punktekarte 4,37 Euro.

Die Änderungen der Maut werden voraussichtlich mit Ende März in Kraft treten. Die neue Punktekarte, gebunden an das Kennzeichen des Autos, wird 32,20 Euro kosten und 30 Tage ab dem Verkaufsdatum gültig sein, geht aus den Plänen des Infrastrukturministeriums hervor.

Die neue Lösung sei angenommen worden, um den Pendlern entgegenzukommen, hieß es. Slowenische Vielfahrer hätten sich öfters über zu hohe Preise beschwert und nützten deswegen immer mehr alternative Routen nach Österreich. Diese seien allerdings aus Verkehrssicherheitsgrünen weniger geeignet als die Nutzung der Autobahn, so das Ministerium.

In der Vergangenheit gab es bereits eine unübertragbare monatliche Punktekarte, die aber Ende 2013 abgeschafft und mit der übertragbaren Karte ersetzt wurde. Das verteuerte damals die Maut vom 2,15 auf 4,25 Euro. Zu Beginn dieses Jahres wurde die Maut auf die jetzigen 4,37 Euro erhöht.

Die bisher geltende übertragbare Punktekarte mit einem Preis von 61,30 Euro, die für 14 Durchfahrten ausreicht, wird man noch bis Ende September 2017 nützen können. Ende März wird ihr Verkauf eingestellt.

Die neue Lösung wurde laut slowenischem Ministerium bereits im vergangenen Oktober im Rahmen der zwischenstaatlichen Kommission für den Karawankentunnel vereinbart und ist auch für die Asfinag akzeptabel. Slowenien rechnet deswegen jährlich mit rund 200.000 Euro weniger Mauteinnahmen.