Standort Tirol

Bergbahn an der Zillertaler Höhenstraße geplant

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Vom Hochschwendberg in Hippach wollen die Mayrhofner Bergbahnen eine Seilbahn in das Skigebiet Penken errichten.

Von Angela Dähling

Mayrhofen, Hippach –Geht es nach den Plänen der Mayr­hofner Bergbahnen, soll das Siedlungsgebiet Mösl im Hippacher Ortsteil Hochschwendberg künftig mit einer Umlaufbahn an das Mayrhofner Skigebiet Penken angeschlossen werden.

„Die Pläne werden in den nächsten Wochen eingereicht“, sagt Michael Rothleitner, Vorstand der Mayrhofner Bergbahnen, auf Anfrage der TT. Geplant seien zwei Sektionen: Die erste führt mit einer Talstation an der Zillertaler Höhenstraße nahe des Gasthofs Roswitha bis über den Sidanbach hinweg. Die zweite führt auf den Gerent mit Bergstation im Endbereich der dortigen Speedstrecke. Zudem sei im oberen Bereich auch eine neue Piste geplant. Wegen des Sidanbachs komme man zurück ins Siedlungsgebiet allerdings nur per Seilbahn, erklärt Rothleitner das Projekt.

Im Vorfeld hat die Bergbahn bereits prüfen lassen, ob die neue Bergbahn Chancen auf Genehmigungen hat. „Was den Naturschutz anbelangt, sind in dem Gebiet Raufußhühner ein Thema. Es wäre aber offenbar möglich, neuen Siedlungsraum für sie zu schaffen“, sagt der Bergbahnchef. Der Landesumweltanwalt wisse um das Problem, wolle aber erst genaue Pläne sehen, um das Projekt beurteilen zu können. Die seit Langem geforderte Talabfahrt vom Horberg rückt mit dem Liftprojekt neuerlich auf der Prioritätenliste nach hinten. Die Notwendigkeit eines Mösl-Zubringerliftes sei dringender, erklärt Rothleitner.

Durch Frost-/Tausituationen sei die Höhenstraße heuer zeitweise neuerlich nicht für große Busse und Lkw befahrbar gewesen, die Gefahr der Straßenabrutschung drohte. Die Mayrhofner Bergbahnen haben daher Kleinbusse für den dortigen Skibusverkehr im Einsatz. „Wir haben Sorge, dass die Anbindung an unser Skigebiet unter diesen Voraussetzungen auf der Straße nicht garantiert werden kann“, nennt Rothleitner Gründe für den Seilbahnbau. Eine künftige Verbindung von dort zum Kaltenbacher Skigebiet ist laut Rothleitner „derzeit kein Thema, denn wir haben genug Bedarf an Qualitätsverbesserung ohne Zusammenschluss“. Er räumt aber ein, dass das Mayr­hofner Skigebiet für noch mehr Gästebetten zu klein ist. „Wir haben im Tourismus jetzt schon ein Preisproblem. Daher kann für mich die Antwort nicht sein, dass noch mehr Betten errichtet werden.“

Michael Rothleitner verlässt die Mayrhofner Bergbahnen mit 30. April, um ab Mai das Schneezentrum Tirol zu leiten. Laut ihm werde sein Posten nicht nachbesetzt. Damit wird der zweite Bergbahndirektor Josef Reiter dem Unternehmen künftig als alleiniger Geschäftsführer vorstehen.

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