Leitbörsen in Fernost schließen einheitlich im Plus

Tokio (APA/dpa-AFX) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag einheitlich fester tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio gewann um 1,74 Pr...

Tokio (APA/dpa-AFX) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag einheitlich fester tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio gewann um 1,74 Prozent auf 17.233,75 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 1,17 Prozent auf 20.435,34 Einheiten. Der Shanghai Composite legte 1,75 Prozent auf 2.859,50 Punkte zu.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit positiven Vorzeichen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 24.792,00 Zählern mit plus 0,30 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 0,34 Prozent auf 5.242,40 Einheiten.

Die Hoffnung auf weitere Unterstützung von der Geldpolitik hat Asiens Aktienmärkten am Montag Gewinne beschert. Als Antrieb hinzu kamen die Aussicht auf Reformen für Chinas gebeutelten Aktienmarkt und der schwache Yen, der den Export japanischer Güter erleichterte.

Die Börsen in Shanghai und Shenzhen waren zwischenzeitlich um knapp drei beziehungsweise gut viereinhalb Prozent angesprungen und büßten bis zum Handelsschluss lediglich einen kleinen Teil ihrer Gewinne wieder ein.

Liu Shiyu, Vorsitzender der chinesischen Börsenaufsicht, hatte am Samstag anlässlich der Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses in Peking vor Journalisten gesagt: „Wir können die Interessen von Investoren nur schützen, wenn wir die Entwicklung des Marktes vorantreiben.“ Der chinesische Aktienmarkt sei zu „unreif“, weshalb die Regulierung der Märkte verstärkt werden müsse, sagte Liu bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Chef der Börsenaufsicht.

Zudem waren jüngste chinesische Konjunkturnachrichten enttäuschend ausgefallen: Sowohl die Daten zur Industrieproduktion als auch zum Einzelhandel blieben hinter den Markterwartungen zurück. Dies löste einmal mehr Spekulationen aus, wonach die Notenbank der Wirtschaft weiter unter die Arme greifen könnte.

Aus Tokio kamen erfreuliche Konjunkturnachrichten: Japans Maschinenbauer hatten zu Beginn des Jahres unerwartet viele Bestellungen eingefahren. Dazu beigetragen hatten unter anderem Großaufträge aus der Eisen- und Stahlindustrie.

Unter den Einzelwerten hatten in Tokio Aktien aus der Finanzbranche die Nase vorn. So zogen die Papiere des Lebensversicherers Dai-Ichi an der Nikkei-Spitze um 8,63 Prozent an.

Die Finanzaktien reagierten positiv auf den steilen Anstieg der Branchenwerte in Europa Ende vergangener Woche, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik unerwartet deutlich gelockert hatte. Am Dienstag nun wird die Japanische Notenbank ihre Entscheidungen bekannt geben. Anleger rechnen damit, dass sie ähnlich positive Impulse aussenden könnte wie die EZB.