Syrien-Krieg - Helfer: Hunderttausende von Notleidenden unerreichbar

Genf (APA/dpa) - Trotz der für Syrien vereinbarten Waffenruhe sind nach UN-Angaben immer noch Hunderttausende notleidender Menschen in Syrie...

Genf (APA/dpa) - Trotz der für Syrien vereinbarten Waffenruhe sind nach UN-Angaben immer noch Hunderttausende notleidender Menschen in Syrien für humanitäre Helfer nicht erreichbar. Besonders besorgniserregend sei die Situation in der ländlichen Region um Homs sowie in der Stadt Aleppo, warnten die Leiter der UN-Hilfsorganisationen am Montag in einer gemeinsamen Erklärung fünf Jahre nach Beginn des Syrienkonflikts.

Allein an diesen Orten befände sich noch halbe Million Menschen hinter Frontlinien in der Falle. Weitere zwei Millionen seien in Gebieten, die von der Terrormiliz ISS beherrscht werden, für die UN-Helfer nicht erreichbar. Allerdings hätten sich andernorts Möglichkeiten zur Versorgung dank der - wenn auch fragilen - Waffenruhe verbessert. Es gebe „einen Schimmer der Hoffnung“. Insgesamt seien in Syrien 4,6 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen.

Helfer würden jede noch so kleine Möglichkeit nutzen, um Nahrung und Medikamente zu Notleidenden zu bringen. Die Konfliktparteien müssten jedoch vollständig akzeptieren, dass Zivilisten, Schulen, Märkte und Krankenhäuser keine Angriffsziele sein dürfen. Es müsse auch Schluss damit sein, dass an Straßensperren Medikamente beschlagnahmt werden.