Norwegens Alptraum: Der Massenmörder Anders Behring Breivik
Oslo (APA/dpa) - Als „blond, blauäugig und kalt wie Eis“ beschrieb ein Vernehmungsbeamter den norwegischen Massenmörder Anders Behring Breiv...
Oslo (APA/dpa) - Als „blond, blauäugig und kalt wie Eis“ beschrieb ein Vernehmungsbeamter den norwegischen Massenmörder Anders Behring Breivik kurz nach der Tat am 22. Juli 2011. Es ist ein Tag, der Norwegen wohl für immer in Erinnerung bleiben wird. Breiviks Doppelanschlag in Oslo und auf der Insel Utöya löscht damals 77 Menschenleben aus. Viele der Toten sind Kinder.
2012 wurde der heute 37 Jahre alte Norweger zu der Höchststrafe von 21 Jahren Haft und Sicherungsverwahrung verurteilt. Heute sitzt Breivik im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses in Skien. Reue zeigt er nicht. Vor Gericht bezeichnete er seine Morde als „grausam, aber notwendig“. Als Tatmotiv nannte er Hass auf den Islam und die regierenden Sozialdemokraten.
Breivik kam am 13. Februar 1979 in Oslo als Sohn eines Diplomaten und einer Krankenschwester zur Welt. Die Eltern trennten sich, als er ein Jahr alt war. Der Junge wuchs bei der Mutter in Oslo auf. Der Kontakt zum Vater war spärlich, riss später ganz ab. Mit vier Jahren wurde das Kind ein Fall für die Sozialbehörden und kam kurz in eine Pflegefamilie.
Später besuchte Breivik das Handelsgymnasium, das er 1998 ohne Abschluss verließ. Von 1999 bis 2007 war er Mitglied der Jugendorganisation der rechtspopulistischen Fortschrittspartei. Nach erfolglosen Versuchen, viel Geld zu verdienen, lebte er zuletzt wieder bei seiner Mutter, die 2013 starb.