Europas Leitbörsen zu Mittag einheitlich höher
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag im Verlauf einheitlich freundlich tendiert. Der 50 führende ...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag im Verlauf einheitlich freundlich tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg 0,68 Prozent auf 3.094,73 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.45 Uhr mit 9.959,64 Punkten und plus 1,31 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London gewann um 0,49 Prozent und steht nun bei 6.170,07 Stellen.
Händler berichteten von einer anhaltend positiven Stimmung an den Börsen, nachdem die Europäische Zentralbank in der Vorwoche letztlich doch mit ihren Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur überzeugt und ein Kursfeuerwerk ausgelöst hatte. Nun erhofften sich die Anleger im Laufe dieser Woche weitere positive Impulse von Seiten der japanischen und der US-amerikanischen Notenbank, hieß es weiter.
Schwächster Wert im Euro-Stoxx waren mit großem Abstand die Aktien von Safran. Die Papiere des französischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns verloren nach einem enttäuschenden Ausblick gut sechs Prozent. Für den Zeitraum von 2016 bis 2020 rechnet das Unternehmen auf bereinigter Basis mit einer konstanten operativen Marge. Erst für die Zeit danach werde ein Wert von mehr als 15 Prozent angepeilt.
Ebenfalls in Paris standen die Anteilsscheine von Saint-Gobain mit einem Plus von 0,9 Prozent im Fokus. Die Familie Burkard und der französische Baustoffkonzern hatten die Verkaufsvereinbarung für die Mehrheit am Baustoffhersteller Sika bis Mitte 2017 verlängert. Die Familie Burkard hält die Stimmrechtsmehrheit an Sika und will sie an den französischen Konkurrenten verkaufen. Dagegen wehren sich Minderheitsaktionäre wie eine Aktionärsgruppe um Bill Gates sowie der Verwaltungsrat und das Management.
Aus Branchensicht hatten konjunktursensible Rohstoffwerte die Nase vorn. So zogen an der Spitze des Londoner „Footsie“ die Anteilsscheine von Glencore um 4,73 Prozent an. Anglo American kletterten knapp fünf Prozent nach oben.
Gefragt waren auch Automobilaktien. Sie profitierten vom wieder etwas gesunkenem Euro sowie einer Branchenstudie des Analysehauses Kepler. So zogen die Aktien von VW um 2,42 Prozent nach oben und Daimler konnten 1,47 Prozent zulegen. BMW gewannen um 1,83 Prozent.
Öl- und Gasaktien hingegen hatten als Schlusslicht in der europäischen Branchenübersicht das Nachsehen und traten nahezu auf der Stelle. Die Ölpreise hatten zuletzt wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Total schwächten sich um 0,38 Prozent ab und Eni gaben 0,60 Prozent nach.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA252 2016-03-14/12:59