Russland und Kuwait uneins zu Irans Wunsch nach Öl-Brems-Sonderrolle

Teheran/Kuwait-Stadt (APA/Reuters) - Irans Forderung nach einer Sonderbehandlung bei der geplanten Öl-Förderbremse entzweit die großen Produ...

Teheran/Kuwait-Stadt (APA/Reuters) - Irans Forderung nach einer Sonderbehandlung bei der geplanten Öl-Förderbremse entzweit die großen Produzenten. Russlands Energieminister Alexander Nowak erklärte am Montag nach Gesprächen in Teheran, die Islamische Republik fordere zu Recht, von einer Begrenzung auf das Niveau vom Jänner befreit zu werden.

„Wir teilen die Sichtweise, dass sich der Iran in einer Sondersituation befindet“, sagte Nowak nach einem Treffen mit seinem iranischen Kollegen Bidschan Sanganeh. Dagegen sagte der amtierende kuwaitische Öl-Minister Anas al-Saleh, es sei nur schwer vorstellbar, dass einige Staaten ihre Produktion deckeln und andere nicht. Am wichtigsten sei es, einen Konsens zu erzielen.

Saudi-Arabien, Venezuela und Katar hatten sich mit dem Nicht-OPEC-Mitglied Russland darauf geeinigt, ihre Produktion auf dem Niveau vom Jänner einzufrieren. Allerdings sollen sich auch andere Länder beteiligen. Damit soll der Ölpreis gestützt werden, der wegen des Überangebots massiv eingebrochen ist - zeitweise bis unter 30 Dollar (aktuell rund 27 Euro) je Fass. Der Iran macht jedoch geltend, dass er nach dem Ende der Atomsanktionen noch nicht das alte Produktionsniveau erreicht hat.