Al-Nusra-Front kündigte neue Offensive in Syrien an

Damaskus (APA/AFP) - Nach dem begonnenen Abzug eines Teils der russischen Truppen aus Syrien bereitet die islamistische Al-Nusra-Front eine ...

Damaskus (APA/AFP) - Nach dem begonnenen Abzug eines Teils der russischen Truppen aus Syrien bereitet die islamistische Al-Nusra-Front eine neue Offensive vor. „Es ist klar, dass Russland eine Niederlage erlitten hat, und binnen 48 Stunden wird die Al-Nusra eine Offensive in Syrien starten“, sagte ein Kommandant der Al-Kaida-nahen Extremistengruppe am Dienstag einer Nachrichtenagentur.

„Ohne die russischen Luftangriffe wären wir längst in Latakia.“ Die Provinzhauptstadt ist eine Hochburg von Syriens Machthaber Bashar al-Assad.

Die russische Luftwaffe hatte Ende September begonnen, Angriffe zur Unterstützung der syrischen Regierungstruppen zu fliegen. Nach Angaben Moskaus richteten sich die Bombardements gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die Al-Nusra-Front und andere militante Islamistengruppen.

Am Montag verkündete Russlands Präsident Wladimir Putin überraschend das Ende der russischen Militärengagements in Syrien. Das Militär habe seine Aufgabe, „Terroristen“ zu bekämpfen, weitgehend erfüllt, sagte er zur Begründung.

Am Dienstag starteten die ersten Bomber vom Typ SU-34 sowie Tu-154-Transportmaschinen vom Stützpunkt Hmejmim (Hamaimim) in Richtung Russland. Die russische Luftwaffe werde aber weiter „terroristische Ziele“ aus der Luft angreifen, erklärte Vize-Verteidigungsminister Nikolai Peskow laut russischen Nachrichtenagenturen. „Es ist noch zu früh, um von einem Sieg über die Terroristen zu sprechen“, sagte der General.

In Syrien gilt seit Ende Februar eine Waffenruhe, die IS-Miliz sowie die Al-Nusra-Front und ihrer Verbündeten sind davon aber ausgenommen. In Genf laufen derzeit indirekte Verhandlungen zwischen der syrischen Regierung und der Opposition über die Beendigung des Bürgerkrieg.