EU-Kommission zahlt 445 Millionen Euro für Syrienhilfe
Brüssel/Wien (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat 445 Millionen Euro für humanitäre Hilfe im Syrienkonflikt zur Verfügung gestellt. Das Geld so...
Brüssel/Wien (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat 445 Millionen Euro für humanitäre Hilfe im Syrienkonflikt zur Verfügung gestellt. Das Geld solle in Hilfsprojekte in verschiedenen Ländern fließen, teilte die Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Projekte in Syrien selbst sollen mit 140 Millionen Euro unterstützt werden, im Libanon mit 87 Millionen, in Jordanien mit 53 Millionen und in der Türkei mit 165 Millionen Euro.
Das Geld will die Kommission an die Vereinten Nationen und internationale Hilfsorganisationen zahlen, die damit Lebensmittel- und Wasserversorgungsprogramme, Gesundheits-, Hygiene- sowie Bildungsprojekte finanzieren sollen. Die 445 Millionen Euro der EU-Kommission sind Teil der drei Milliarden Euro, die die Kommission und die EU-Mitgliedstaaten bei der Syrien-Geberkonferenz Anfang Februar in London als Hilfe zugesagt hatten.
Anlässlich des fünften Jahrestages des Syrien-Krieges rief indes Ärzte ohne Grenzen (Medecins Sans Frontieres/MSF) die Konfliktparteien und ihre Verbündeten dazu auf, weitere Gewalt gegen die Zivilbevölkerung zu vermeiden und medizinische Hilfe für Menschen in belagerten Gebieten zuzulassen. Das Ausmaß der Gewalt aus dem Vorjahr dürfe nicht wieder erreicht werden, warnt die internationale Hilfsorganisation in einer Aussendung am Dienstag. „Wir begrüßen jede Entwicklung hin zu einem Rückgang der Gewalt - so auch die Ankündigung Russlands, Truppen aus Syrien abzuziehen. Dies kann aber nur ein erster Schritt sein“, sagte Mario Thaler, der Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Österreich.