Ski: Vonn holt sich Abfahrtskugel persönlich ab - Hütter um Rang zwei

St. Moritz (APA) - Auch wenn sie wegen ihrer Knieverletzung im Kampf um den Gesamtweltcup w.o. geben musste, so lässt es sich Lindsey Vonn n...

St. Moritz (APA) - Auch wenn sie wegen ihrer Knieverletzung im Kampf um den Gesamtweltcup w.o. geben musste, so lässt es sich Lindsey Vonn nicht nehmen, aus den USA nach Europa zurückzukehren und ihre Abfahrtskugel persönlich in Empfang zu nehmen. „St. Moritz, ich komme“, schrieb Vonn auf Facebook. Cornelia Hütter kämpft beim letzten Saisonrennen noch um den zweiten Platz der Disziplinwertung.

Am 20. Februar in La Thuile machte Vonn den Wertungssieg perfekt, mit der nun achten Abfahrtskugel ihrer Karriere ist sie alleinige Rekordhalterin vor Annemarie Moser-Pröll (sieben). Hinter ihr kämpfen am Mittwoch ab 11.30 Uhr die Kanadierin Larisa Yurkiw (407 Punkte), die Steirerin Hütter (387) sowie die Schweizerinnen Fabienne Suter (383) und Lara Gut (374) um die weiteren Podestplätze. Yurkiw verletzte sich allerdings am Montag bei einem Sturz im Training und absolvierte am Dienstag nur eine Fahrt in aufrechter Position.

Hütter hatte sich mit den (Punkte-)Stand der Dinge noch nicht richtig auseinandergesetzt, sie glaubte, in der Abfahrtswertung Fünfte zu sein. Darüber aufgeklärt, dass ihr als Dritte nur 20 Punkte auf Yurkiw fehlen, meinte die Super-G-Siegerin vom vergangenen Samstag in Lenzerheide. „Ja, super! Das passt noch besser. Der zweite Platz wäre schon gut und ein Ziel, aber es ist sowieso schon alles so lässig.“

Die 23-Jährige will aber auch weiterhin nicht mit dem Rechenschieber im Kopf fahren. „Rechnen tut man in der Schule und nicht auf der Skipiste. Ich muss ein gescheites Rennen fahren und mit darauf konzentrieren, das andere kommt. Wenn man sich auf Rechnereien, Statistiken und Tabellen fokussiert, bleibt das Eigentliche, um was es geht, hinten. Das ist ein Schritt in die falsche Richtung, der soll nicht passieren.“

Am Donnerstag mischt sie als Dritte hinter Vonn und Gut auch noch um die Super-G-Kugel mit, auf Platz eins fehlen aber achtzig Zähler. „Es reden mich alle drauf an. Aber wenn man von Rennen zu Rennen schaut, so blöd das auch klingt, dann ist das die einzige richtige Entscheidung, die man machen kann.“

Ihren Premierenerfolg im Weltcup habe sie noch nicht ganz realisiert. „Aber es ist voll cool, dass es passiert ist. Ich habe mir vor dem Sieg keine Gedanken gemacht, wann es passiert, und werde mich auch jetzt nicht darauf versteifen, dass noch ein paar dazukommen sollten oder müssten. Der Sieg ist extrem geil. Aber auch wenn er nicht passiert wäre, wäre ich extrem zufrieden gewesen mit der Saison. Sie war mega. Alles was kommt, ist nur noch Draufgabe, ich will das genießen.“