Syrien - Ban: Extreme humanitäre Katastrophe nach fünf Konfliktjahren
New York/Den Haag (APA/dpa) - Der vor fünf Jahren begonnenen Syrien-Konflikt hat die Welt nach Aussage von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon v...
New York/Den Haag (APA/dpa) - Der vor fünf Jahren begonnenen Syrien-Konflikt hat die Welt nach Aussage von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon vor eine humanitäre Katastrophe von nie da gewesenem Ausmaß gestellt. „250.000 Syrier wurden getötet. Fast die Hälfte aller Syrer mussten ihr Zuhause verlassen und suchen Schutz inner- oder außerhalb des Landes“, teilte Ban am Dienstag in New York mit.
Beklagenswerterweise seien die globalen Konsequenzen des Konflikts nun absehbar. Terrorgruppen hätten vom Chaos und dem Zustrom ausländischer Kämpfer profitiert, die syrische Bevölkerung fühle sich von der Weltgemeinschaft im Stich gelassen, sagte Ban. „Der Einsatz von Chemiewaffen, die Belagerung und Aushungerung als Kriegswerkzeug, unrechtmäßige Inhaftierung, Folter sowie wahlloser, krimineller Beschuss und Luftangriffe gegen Zivilisten“ seien Methoden in dem Krieg.
Ban rief den Sicherheitsrat erneut dazu auf, die Lage in Syrien an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH bzw. ICC) in Den Haag zu verweisen. Die UNO-Vetomächte Russland und China hatten im Sicherheitsrat 2014 eine entsprechende Resolution gegen eine große Mehrheit blockiert.
Mit Blick auf die Friedensgespräche unter UNO-Sondervermittler Staffan de Mistura sagte Ban: „Die beim Verpassen dieser Gelegenheit drohenden Folgen für das syrische Volk und die Welt sind so beängstigend, dass man nicht darüber nachdenken mag.“
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