Kein Happy End für Schwaz im Cup-Viertelfinale
Nach der bitteren 22:23 (8:14)-Niederlage im Cup-Viertelfinale gegen West Wien fühlten sich die Spieler von Schwaz Handball Tirol wie im falschen Film.
Von Benjamin Kiechl
Innsbruck – Wie im (falschen) Film war sich Schwaz-Trainer Raul Alonso vorgekommen. „Das Spiel hatte zwei Storys“, sagte der Übungsleiter der Knappenstädter am Dienstag nach der 22:23 (8:14)-Auswärtsniederlage im Cup-Viertelfinale gegen West Wien. Kein Happy End, ein Ausfall durch Verletzung, eine Disqualifikation und ein Überraschungs-Comeback.
Stoff genug für einen Handball-Krimi also. Der Einstieg: „Wir haben schlecht angefangen und haben die Härte des Gegners nicht angenommen“, monierte Alonso. Nach zehn Minuten lag man 1:5 zurück, da hatte er genug gesehen: Team-Timeout. „Ich habe gesagt, dass wir die Aggressivität erhöhen müssen“, erklärt der Spanier. Genützt hat dies freilich wenig. Die Angriffe rollten auf das Tiroler Tor, auf der anderen Seite wollte nur wenig rein. Pausenstand in der Südstadt: 14:8 für Wien.
Und als wäre dies nicht Strafe genug, kam ein Tiroler Ausfall dazu. Weißrussland-Legionär Hleb Harbuz, der im Winter von Innsbruck geholt wurde, zog sich nach Abwehr des gegnerischen Torhüters eine Verletzung zu und fehlte in Halbzeit zwei. Mit dabei war indes Damir Djukic, der für zehn Tage aus familiären Gründen nicht trainieren konnte, aber für ein Überraschungs-Comeback fit genug war. Mit zwei Toren blieb der Ex-Nationalspieler jedoch unauffällig. Bester Werfer war Jungspund Dario Lochner (sechs Tore).
Nach 46 Minuten keimte doch noch Hoffnung auf: Nach der Disqualifikation von Sebastian Frimmel (traf Goalie Kishou am Kopf) holten die Schwazer auf. Kapitän Alex Wanitschek traf in Minute 59 zum 22:23. Der Ausgleich gelang jedoch nicht mehr. „Wir sind niedergeschlagen, aber auch selber schuld“, sagte Coach Alonso nach dem Cup-Aus im Viertelfinale. Es waren leere 450 Kilometer in den Süden von Wien. Und ebenso viele wieder retour. „Wir sind sehr enttäuscht, hatten uns viel vorgenommen. Leider war es insgesamt zu wenig.“