Flüchtlinge - EU-Türkei-Deal über 1:1-Lösung für Syrer befristet

Brüssel/Ankara (APA) - Der am EU-Gipfel mit der Türkei geplante Deal für die Übernahme von syrischen Flüchtlingen soll zeitlich befristet se...

Brüssel/Ankara (APA) - Der am EU-Gipfel mit der Türkei geplante Deal für die Übernahme von syrischen Flüchtlingen soll zeitlich befristet sein. In Kreisen der EU-Ratspräsidentschaft hieß es am Mittwoch in Brüssel, es sei eine monatliche Überwachung dieser Vereinbarung vorgesehen. Auf jeden Fall werde die Übernahme solcher syrischen Flüchtlinge aus türkischen Lagern durch EU-Länder freiwillig sein.

Konkret geht es um die sogenannte 1:1-Regelung. Demnach sollen künftig syrische Flüchtlinge, die in Griechenland ankommen, in die Türkei zurückgeschickt werden. Für jeden dieser zurückgenommenen Flüchtlinge soll ein sich bereits in der Türkei befindlicher syrischer Kriegsflüchtling nach Europa via „Resettlement“ (Umsiedelung) kommen dürfen.

Mit der Vereinbarung soll ein „sehr starkes Signal“ gesandt werden, den irregulären Zufluss von Migranten zu stoppen und die Schleppernetzwerke zu unterbrechen. Wobei klar sei, dass „diese Straße nicht eine endlose Verpflichtung“ für die EU-Staaten sei. Die zeitliche Befristung wird bisher namentlich nicht konkret ausgeführt. Aber es sei eine Frage von Wochen, maximal von Monaten, um zu sehen, ob dies funktioniere.