Jeder dritte oö. Pfarrsekretär fühlte sich schon einmal bedroht

Linz (APA) - Ein Drittel der oö. Pfarrsekretäre und -sekretärinnen hat sich am Arbeitsplatz bereits bedroht gefühlt. Das berichtet die Kirch...

Linz (APA) - Ein Drittel der oö. Pfarrsekretäre und -sekretärinnen hat sich am Arbeitsplatz bereits bedroht gefühlt. Das berichtet die Kirchenzeitung der Diözese Linz in ihrer aktuellen Ausgabe. Nach dem Überfall auf das Pfarrheim in Laakirchen (Bezirk Gmunden) vor einer Woche erhielten die Mitarbeiter der Gemeinden bei ihren Bildungstagen im Schloss Puchberg nun Präventionstipps von der Polizei.

Am 9. März war ein bewaffnetes Trio in das Pfarrheim von Laakirchen eingedrungen, der Pfarrer und eine Mitarbeiterin wurden mit Kabelbindern und Klebebändern gefesselt, die Täter plünderten den Safe und flüchteten. Dieser Vorfall sei nur die Spitze eines grundsätzlichen Sicherheitsproblems gewesen, so die Kirchenzeitung. Denn während die Kunstschätze oft gut gesichert seien, treffe das auf Pfarrhöfe und Kanzleien nicht.

Viele Pfarrmitarbeiter haben bereits bedrohliche Situationen erlebt. Vor allem Bettler, die mit Vehemenz Geld fordern, aber auch psychisch Kranke und Betrunkene verursachten am häufigsten Probleme. Der Präventionsexperte Ewald Kronawitter von der Polizei empfahl ihnen Kleinalarmgeräte. Diese handtellergroßen Kästchen machen großen Lärm, wenn man einen Stift zieht. Überwachungskameras seien ebenfalls eine Möglichkeit, bei der aber rechtliche Auflagen eingehalten werden müssen. Von Waffen riet der Experte explizit ab.