Champions League

Italien zwischen Wut und Stolz: Vom Traum zum grausamen Hohn

Paul Pogba und Co. lieferten den Bayern einen beherzten Kampf. Dennoch kam für Juventus in der Nachspielzeit das Aus.
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Nach dem Juventus-Aus im Champions-League-Achtelfinale ging Italiens Presse besonders mit dem Schiedsrichter hart ins Gericht.

Rom - Nach dem Champions-League-K.o. von Juventus Turin gegen den FC Bayern München lobten Italiens Medien die Leistung des Teams und kritisierten den Schiedsrichter. „Ein großartiges Juve streift die Heldentat und ist sauer auf den Schiedsrichter: 2:0 und ein reguläres Tor aberkannt“, schrieb die „Gazzetta dello Sport“ nach der 2:4-Niederlage des italienischen Fußball-Meisters in der Verlängerung des Achtelfinales. Der „Corriere dello Sport“ meinte, der Auftritt des schwedischenSchiedsrichters Jonas Eriksson sei „ein Desaster“ gewesen. „Tuttosport“ klagte: „Das ist nicht gerecht.“

Auch die Turiner selbst kritisierten die Leistung des Unparteiischen. „Der eklatante Fehler der Schiedsrichter, das nicht gegebene Tor von Morata, hätte der Partie eine ganz andere Richtung gegeben“, sagte Sportdirektor Beppe Marotta zum nicht gegeben Treffer von Stürmer Alvaro Morata in der ersten Halbzeit. „Ich glaube, solche Situationen darf es nicht geben. Es ist ein Fehler, der sehr schwer wiegt.“

Bei den Juve-Profis überwog jedoch der Stolz über die starke Leistung. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, die wir sind“, sagte Kapitän Gianluigi Buffon. „Diese Partie macht uns klar, dass wir im Vergleich zum vergangenen Jahr auf einer anderen Stufe stehen.“ (dpa)

Italienische Pressestimmen zu Bayern - Juventus

Gazzetta dello Sport: So ist es grausam! Ein großartiges Juve streift die Heldentat und ist sauer auf den Schiedsrichter: 2:0 und ein reguläres Tor aberkannt. Wut bei Juve, sie hätten das Weiterkommen verdient. Die Verlängerung und der Schiedsrichter waren fatal.

Tuttosport: Das ist nicht gerecht. Juve dominiert mehr als eine Stunde lang in München, führt 2:0 und bekommt ein reguläres Tor aberkannt, leidet dann aber unter der Rückkehr des FC Bayern. Vom Traum zum grausamen Hohn.

Corriere dello Sport: Wütendes Juve! Bayern kommt in der Verlängerung weiter, der Schiedsrichter einDesaster. Trotz der Ungerechtigkeiten eine großartige Leistung. Was für eine Enttäuschung! Verrücktes Bayern, Juve, so tut es weh.

La Repubblica: Juve, so tut es besonders weh. Bayern stoppt sie in der 91. Minute und kommt dann in der Verlängerung weiter. Eine erste Halbzeit wie im Traum, vergebene Torchancen und ein nicht gegebener Treffer. Aber zum Schluss kommt die deutsche Aufholjagd.

Corriere della Sera: Der Traum von Juve zerfließt in der Verlängerung. Juve, wie schade! Mit zwei Toren in Führung, in der 91. Minute der Ausgleich. Ein ruiniertes Meisterwerk. Eine Nacht, die hätte ruhmreich werden können, nimmt ein schlechtes Ende.