Wacker-Trainer Schmidt: „Müssen wieder in die Spur finden“
Nach dem 1:2 gegen Liefering bleibt dem FC Wacker Innsbruck kaum Zeit, Wunden zu lecken. Schon morgen kommt Austria Lustenau ins Tivoli.
Von Alex Gruber
Innsbruck – „Es liegt an mir, dass wir bald wieder ein erfolgreiches Team haben“, sagte Wacker-Coach Klaus Schmidt am Tag nach der 1:2-Niederlage gegen die hochveranlagten Jungbullen des FC Liefering, die am Tivoli in hochkarätiger Besetzung (Bernardo, Atanga, Prevljak ...) aufgelaufen waren. Es gab gestern eine längere Aussprache in der Kabine gemeinsam mit dem Trainerteam, Mannschaft und General Manager Alfred Hörtnagl: „Panik wäre das falsche Signal, aber zur Tagesordnung können wir nicht einfach übergehen. Wir sind an den Themen dran.“
In die Analyse von Schmidt flossen alle Frühjahrsbegegnungen (zuvor St. Pölten/0:1, LASK/1:1, FAC/1:0) ein: „Auf Sicht haben wir in den letzten vier Spielen immer weniger Fußball gespielt. Wir laufen dann zu viel nach und bekommen Probleme. Die Unsicherheit ist augenscheinlich“, redete der 48-jährige Steirer nicht um den heißen Brei herum und legte noch nach: „Ich habe auch in den guten Phasen gesagt, dass es nicht immer so weitergehen wird. Jetzt hat’s uns erwischt. Der Zeitpunkt ist natürlich schlecht.“ Auch aufgrund der vielen Verletzungspausen in der Vorbereitung hätte sich nie eine echte Startelf ergeben.
Die immense Rotation – die Wacker-Startelf war im Vergleich zur St.-Pölten-Partie auf sieben Positionen verändert – änderte laut Schmidt nichts am Gesamtbild, das schon zuvor nicht stimmig war: „Ich kann einen Rosenbichler, Hamzic oder Gründler keinen Vorwurf machen. Die Abläufe passen momentan nicht.“
Die Selbstverständlichkeit, Spiele zu gewinnen, ist vorerst verloren gegangen, die Zeit bis zum Heimspiel gegen Austria Lustenau drängt. Trainingstechnisch und fußballspezifisch geht sich nicht viel Feintuning aus, Schmidt ist als Psychologe gefragt: „Ich habe an unsere Fähigkeiten appelliert. Und wir haben Spieler mit besonderen Fähigkeiten, die wir wieder abrufen müssen.“ Die richtige Personalwahl stellt sich der Coach selbst in Rechnung.
Kapitän Alex Hauser ergänzt: „Wir müssen uns alle der Situation stellen und den Schalter umlegen.“ Nach zwei Niederlagen in Serie wurde ein Fünf-Punkte-Abstand zur Tabellenspitze aufgerissen. „Wir müssen gegen Lustenau in die Spur finden“, weiß Schmidt. Nachsatz: „Sonst wird’s richtig ernüchternd.“