Flüchtlinge - Ungarn: Einigung mit Türkei zur Lösung nicht nötig

Budapest (APA/dpa) - Eine Einigung mit der Türkei ist nach Meinung der ungarischen Regierung zur Lösung der Flüchtlingskrise nicht nötig, we...

Budapest (APA/dpa) - Eine Einigung mit der Türkei ist nach Meinung der ungarischen Regierung zur Lösung der Flüchtlingskrise nicht nötig, weil sich die Sperrung der Balkan-Route als effizient erwiesen habe. „Der Balkan hat die EU geschützt“, sagte Janos Lazar, Kanzleiminister des Ministerpräsidenten Viktor Orban am Donnerstag in Budapest.

Nun gelte es vor allem, Griechenland zu helfen, mit den Flüchtlingen fertig zu werden. Nicht ein Abkommen EU-Türkei, sondern der Grenzschutz halte die Migranten auf, so Lazar. Orban wollte kurz vor dem EU-Flüchtlingsgipfel in Brüssel separat mit den anderen Regierungschefs der Visegrad-Staaten aus Polen, Tschechien und der Slowakei zusammenkommen, berichtete die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI. Diese Staaten teilen die ungarische Position in der Flüchtlingsfrage.

Lazar bekräftigte, dass Ungarn am liebsten keinen einzigen Flüchtling aufnehmen wolle. Man sei dafür, dass eine Verteilung von asylberechtigten Flüchtlingen aus der Türkei in Europa nur „auf freiwilliger Basis“ erfolgen dürfe - also nicht gegen den Willen der betreffenden EU-Staaten.