Flüchtlinge - Tschechien verteidigte Polizeieinsatz auf Balkanroute
Prag (APA/dpa) - Tschechien hat Kritik am Vorgehen seiner Polizisten bei der Abriegelung der mazedonisch-griechischen Grenze zurückgewiesen....
Prag (APA/dpa) - Tschechien hat Kritik am Vorgehen seiner Polizisten bei der Abriegelung der mazedonisch-griechischen Grenze zurückgewiesen. „Man muss das aushalten, trotz aller Probleme, trotz allen Drucks, trotz aller Angriffe“, sagte Ministerpräsident Bohuslav Sobotka am Donnerstag im Parlament in Prag der Agentur CTK zufolge.
Dem mazedonischen Präsidenten Djordje Ivanov sagte der Sozialdemokrat telefonisch weitere Unterstützung zu. „Ich habe ihn darum gebeten, die konsequenten Grenzkontrollen fortzusetzen“, teilte Sobotka mit. Tschechien hat rund drei Dutzend Beamte nach Mazedonien entsandt. Flüchtlingshelfer hatten von „verbalen Angriffen“ der Polizisten bei einem Protestmarsch von Flüchtlingen über die Grenze am Montag berichtet.
Vor dem EU-Gipfel zur Flüchtlingskrise in Brüssel sprach sich Sobotka gegen neue Aufnahmeverpflichtungen aus. „Für uns ist Priorität, dass für die Umsiedlung von Syrern aus der Türkei der bereits beschlossene Umsiedlungsmechanismus verwendet wird“, sagte er. Dieser Schlüssel ordnet Tschechien bis zu 2.978 Schutzbedürftige zu.