Großscheich aus Kairo distanziert sich vom Terror im Namen des Islams

Münster/Kairo (APA/dpa) - Der einflussreiche Großscheich der Kairoer Al-Azhar-Universität hat sich bei einer interreligiösen Tagung in Deuts...

Münster/Kairo (APA/dpa) - Der einflussreiche Großscheich der Kairoer Al-Azhar-Universität hat sich bei einer interreligiösen Tagung in Deutschland klar von Gewalt im Namen des Islams distanziert. „Ich bin hierhin gekommen, um die intensive Beziehung zwischen Christen und Muslimen zu betonen und zu bestärken“, sagte Ahmed al-Tajib am Donnerstag an der Universität Münster (Nordrhein-Westfalen).

Er vertritt als einer der ranghöchsten Würdenträger den sunnitischen Islam, auf den sich die Terrormiliz Islamischer Staat beruft. „Terroristen, unter welcher Flagge sie auch immer unterwegs sind, lehnen wir ab“, sagte er.

Der katholische Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke lobte seine Äußerungen. Jaschke leitet in der Deutschen Bischofskonferenz die Arbeitsgruppe für den interreligiösen Dialog. „Mit seinem Besuch an der Uni Münster erkennt er die Arbeit der Islam-Theologen hier an.“

Die Fakultäten für katholische und evangelische Theologie der Uni Münster gehören weltweit zu den größten an Hochschulen. Das Zentrum für Islamische Theologie ergänzt das Angebot und bildet Religionslehrer für Schulen aus. Die Konferenz der Weltreligionen war nicht öffentlich.