EU-Kommission erlaubt Übernahme von KraussMaffei durch Chinesen

Brüssel (APA/dpa) - Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission haben die Übernahme des deutschen Spezialmaschinenbauers KraussMaffei durch einen...

Brüssel (APA/dpa) - Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission haben die Übernahme des deutschen Spezialmaschinenbauers KraussMaffei durch einen chinesischen Konzern erlaubt. Sie habe keine Bedenken, dass das geplante Zusammengehen dem neuen Unternehmen eine zu große Marktmacht verleihen würde, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit.

ChemChina kauft das Münchner Unternehmen vom kanadischen Konzern Onex für 925 Mio. Euro. KraussMaffei stellt Anlagen zur Produktion und Verarbeitung von Gummi und Kunststoffen her. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt 4.500 Mitarbeiter - davon 2.800 in Deutschland. Der Umsatz hatte 2014 etwa 1,1 Mrd. Euro betragen und dürfte im vergangenen Jahr um rund 10 Prozent gestiegen sein.

Die Firma hat die gleichen Wurzeln wie die Panzerschmiede KraussMaffei Wegmann (KMW), beide arbeiten aber unabhängig voneinander. ChemChina ist Chinas größter Chemiekonzern mit rund 140.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 37 Mrd. Euro. Zuletzt war das Unternehmen beim italienischen Reifenhersteller Pirelli eingestiegen.