Baltische und nordische Außenminister: „Die Krim ist nicht vergessen“

Moskau (APA/dpa) - Die Außenminister der baltischen und von drei nordischen Staaten haben am zweiten Jahrestag der Annexion der Schwarzmeer-...

Moskau (APA/dpa) - Die Außenminister der baltischen und von drei nordischen Staaten haben am zweiten Jahrestag der Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel Krim durch Russland ihre Solidarität mit der Ukraine bekräftigt. „Die Krim ist nicht vergessen“, schrieben die sechs Chefdiplomaten in einem gemeinsamen Gastbeitrag in der lettischen Zeitung „Latvijas Avize“ (Donnerstag).

Unterzeichnet wurde der Beitrag von den Außenministern von Lettland, Estland, Litauen, Finnland, Schweden und Dänemark. Der völkerrechtswidrige Anschluss sei der Beginn des russischen Angriffs auf die territoriale Integrität der Ukraine gewesen. Er stelle den eklatantesten Verstoß seit Jahrzehnten gegen die UN-Charta, des Völkerrechts und der Hauptdokumente der europäischen Sicherheitsarchitektur dar, schrieben die Außenminister. Besorgt äußerten sich die Minister auch über Menschenrechtsverletzungen auf der Krim sowie über das russische Vorgehen gegen Medien und Krimtataren. Die Bewohner der Krim hatten in einem international nicht anerkannten Referendum am 16. März 2014 für einen Beitritt zu Russland gestimmt. Zwei Tage später wurde in Moskau die Aufnahme der Halbinsel in die Russische Föderation vertraglich besiegelt.