Europas Leitbörsen zur Eröffnung mehrheitlich etwas höher erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Zum Wochenschluss werden die europäischen Leitbörsen mehrheitlich mit etwas höheren Notierungen erwartet. ...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Zum Wochenschluss werden die europäischen Leitbörsen mehrheitlich mit etwas höheren Notierungen erwartet. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 stieg am Freitag etwa eine halbe Stunde vor Börsenstart um 0,34 Prozent auf 2.973 Punkte. Der Future auf den deutschen Leitindex DAX deutete mit 9.948 Punkten ebenfalls auf eine um 0,33 Prozent höhere Eröffnung hin. Der Future auf den britischen FTSE-100 tendierte dagegen um 0,93 Prozent schwächer bei 6.146,50 Einheiten.

Wegen des anstehenden „Hexensabbats“ müssen sich die Investoren vor dem Wochenende auf weitere unruhige Kursbewegungen einstellen. Zum großen Verfallstag an den Terminmärkten laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes aus, was die Kurse oft wild schwanken lässt.

„Die Kapitalmärkte sind immer noch dabei, die Entscheidung der Fed zu verarbeiten“, kommentierte Dirk Gojny von der National-Bank das Geschehen zum Wochenschluss. Der Euro gab zuletzt wieder nach und fiel zurück unter 1,13 US-Dollar. Am Vortag hatte die starke europäische Gemeinschaftswährung auf dem deutschen Aktienmarkt gelastet, da sie den Export erschwert.

Auslöser der starken Umwälzungen an den Devisenmärkten war die US-Notenbank Fed, die zur Wochenmitte signalisiert hatte, dass sie bei künftigen Leitzinsanhebungen einen Schritt langsamer vorgehen will. In der Folge stand der Dollar auf breiter Front unter Druck und die Ölnotierungen stiegen stark. Vor dem Wochenende beruhigte sich die Lage aber wieder.

Impulse versprechen sich die Anleger im späteren Tagesverlauf aus den USA, wo der vorläufige Wert des Indikators der Uni Michigan veröffentlicht wird. National-Bank Experte Dirk Gojny verwies zudem auf die anstehenden Reden von zwei US-Notenbankern, die möglicherweise neue Erkenntnisse zur Geldpolitik liefern könnten.

Auf Unternehmensseite läuft die Woche mit weiteren Bilanzvorlagen unter anderem von der Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen, dem Konsumforscher GfK und Salzgitter aus. Da der zweitgrößte deutsche Stahlkocher bereits seine Eckdaten bekannt gegeben und auch einen ersten Ausblick präsentiert hat, werden die Anleger vor allem auf die Dividende schauen. Ausschüttungen gewinnen in Zeiten mickriger Zinsen an Bedeutung.

Papiere des Mobilfunkanbieters Freenet sind nach dem Einstieg beim größten Telekommunikationsanbieter der Schweiz einen Blick wert. Beim Wertpapierhändler Lang & Schwarz (L&S) stand das Papier vor dem Handelsbeginn mit mehr als 3 Prozent im Minus.

Auch mehrere Analystenstudien dürften für Ausschläge sorgen: Nach einer frischen Kaufempfehlung der US-Investmentbank Goldman Sachs für Covestro waren die Papiere der Bayer-Tochter vor Handelsbeginn stark gefragt. Die geringe Bewertung des Chemietitels sei nach der zuletzt schwachen Kursentwicklung fast unwiderstehlich, schrieb Analyst Jaideep Pandya.

Anteilsscheine des Wafer-Herstellers Siltronic gaben dagegen vorbörslich mehr als 1 Prozent nach. Händler verwiesen auf eine Abstufung durch die britische Investmentbank HSBC.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA054 2016-03-18/08:42