Europas Leitbörsen im Frühhandel wenig bewegt

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben sich am Freitag im Frühhandel wenig verändert gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand g...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben sich am Freitag im Frühhandel wenig verändert gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.45 Uhr mit minus 0,04 Prozent oder 1,30 Punkte bei 3.041,80 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel um minimale 0,08 Prozent oder 7,91 Zähler auf 9.884,29 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit plus 0,16 Prozent oder 9,63 Einheiten auf 6.210,75 Punkte.

Marktteilnehmer verwiesen auf den heute anstehenden „Hexensabbat“, aufgrund dessen sich die Investoren auf unruhige Kursbewegungen einstellen müssen. Zum dem großen Verfallstag an den Terminmärkten laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes aus, was die Kurse oft wild schwanken lässt.

Daneben werden nach wie vor die Entscheidungen der US-Notenbank Fed vom Mittwoch verdaut, hieß es von Analysten. Die Währungshüter hatten zur Wochenmitte signalisiert, dass sie heuer anstatt vier nur zwei Zinserhöhungen vornehmen will. In Folge musste der Dollar zum Euro deutlich Federn lassen. Nach starken Kursgewinnen vom Vortag gab der Euro zuletzt aber wieder etwas nach und fiel unter 1,13 US-Dollar. Am Donnerstag hatte der starke Euro auf deutschen Exportwerten gelastet.

Zudem sich die Ölnotierungen nach den Fed-Beschlüssen am Donnerstag deutlich gestiegen. Vom Wochenende beruhigte sich die Lage aber wieder etwas, zuletzt notierte der Brent-Ölpreis moderat im Minus bei 41,30 Dollar.

Datenseitig rückten in der Früh die Erzeugerpreise aus Deutschland in den Fokus. Diese sind im Februar so stark gesunken wie seit sechs Jahren nicht mehr. Sie fielen um 3,0 Prozent zum Vorjahresmonat. Volkswirte hatten nur ein Minus von 2,6 Prozent erwartet. Im weiteren Tagesverlauf stehen neben dem Verbrauchervertrauensindex der Uni Michigan zwei Fed-Notenbanker-Reden auf der Agenda, die möglicherweise neue Erkenntnisse zur Geldpolitik liefern könnten, hieß es von Marktbeobachtern.

Unternehmensseitig rückte die Generali mit Zahlen in den Fokus. 2015 hat der Versicherungskonzern seinen Gewinn um 21,6 Prozent auf 2,03 Mrd. Euro gegenüber 2014 gesteigert. Das ist das beste Ergebnis der vergangenen acht Jahre. Die Anteilseigner sollen mit einer um 20 Prozent auf 0,72 Cent je Aktie erhöhten Dividende an dem Erfolg teilhaben. Dennoch sackten die Aktien im Frühhandel mit minus 1,95 Prozent ans Ende der Kurstafel ab.

An der Börse in London waren Minenwerte am Ende des „Footsie“ Index zu finden. Fresnillo verloren 1,74 Prozent und Randgold Resouces gaben 1,95 Prozent ab. Auch Ölwerte wie BP (minus 0,22 Prozent) und Royal Dutch Shell B (minus 0,72 Prozent) starteten den Handel in der Verlustzone.

In Zürich zogen indessen die Aktien von Richemont um 0,70 Prozent an. Bei dem Schweizer Luxusgüterkonzern gibt es Veränderungen auf der Chefetage. Der frühere Cartier-Chef Bernard Fornas tritt Ende des Monats von seinem Amt als Co-Chef zurück.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA113 2016-03-18/10:02