Kufstein

Modernes Besucherzentrum lädt zum Festungsbesuch

© Michael Mader

Der Modernisierungsschub für die Festung Kufstein läuft auf Hochtouren. Der neu errichtete Eingangsbereich ist im Testbetrieb.

Von Michael Mader

Kufstein –Rund 3,6 Millionen Euro werden innerhalb von vier Jahren in die Sanierung und Erweiterung der Festung Kufstein fließen. Begonnen wurde unter anderem mit der Dachbodensanierung der Oberen Schlosskaserne, nun steht das neue Besucherzentrum kurz vor der Fertigstellung. Es ersetzt in Zukunft das alte Kassenhäuschen am Aufgang zur Festung.

Nach fast neunmonatiger Bauzeit ist das Besucherzentrum seit gut einer Woche im Probebetrieb. „Die Kassa war sicher keine gute Visitenkarte. Ostern wird nun die erste Bewährungsprobe für das Besucherzentrum werden“, erklärt Top-City-Marketingleiter Emanuel Präauer.

Immerhin ist die Festung Kufstein eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Tirol. Rund 180.000 Besucher im Jahr werden künftig über eine logische Besucherführung auf die Burg „gelotst“.

„Wir haben jetzt einen Ticket-Info-Bereich mit einem kleinen Museumsshop. Ab Herbst wird man über das Besucherzentrum auch direkt in das neue Stollenmuseum gelangen können. Das ist ein Meilenstein in der Festungsgeschichte“, sagt Präauer, der von der Architektur des neuen Zentrums sehr angetan ist. Für ihn ein Kontrapunkt zur historischen Kulisse. Zum Beispiel habe man durch geschickte Platzierung der Dachfenster immer einen anderen Blick auf die Festung. Und es seien Materialien beim Bau verwendet worden, die auch auf der Festung zu finden seien. Etwa Sichtbeton, Holz und Glas. Zu sehen ist im Innere­n auch eine historische, rund vier Meter dicke Mauer, die bei den umfangreichen Grabungs­arbeiten zutage getreten ist und die Bauarbeiten erheblich verzögert hat.

Jetzt stehen bei einem größeren Ansturm von Besuchern gleich zwei Kassen zur Verfügung, damit die Wartezeiten verkürzt werden können. Präauer: „Wir können nun die doppelte Menge an Gästen bewältigen, wollen aber keine Abfertigungshalle sein, sondern einfach einen besseren Service bieten.“

Ausgestattet ist das neue Entree für die Festung mit einem modernen Besuchermanagementsystem, das auch zum Beispiel in Schönbrunn verwendet wird. Tickets können nun auch teilweise online bestellt werden und insbesondere von Reiseveranstaltern bereits vor Antritt der Reise ausgedruckt werden.

Ab sofort gehört der Festungs­neuhof auch zum musealen Bereich. Gäste, die das Heldenorgelkonzert hören möchten, müssen nun ebenfalls den Weg über das Besucherzentrum nehmen.

Bis zum Jahr 2018 soll dann auch die dritte Sanierungs- und Erweiterungsstufe abgeschlossen sein: der Kaiserturm.

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