Natura 2000: Felipe-Kritik an Wien
Innsbruck – Dass die EU wegen mangelhafter Ausweisungen und schlechter Datenqualität den Nominierungsprozess für die Natura-2000-Schutzgebie...
Innsbruck –Dass die EU wegen mangelhafter Ausweisungen und schlechter Datenqualität den Nominierungsprozess für die Natura-2000-Schutzgebiete gestoppt hat, sorgt naturgemäß für Diskussionen. Betroffen davon ist auch Tirol, das Fimbatal im Bereich des Piz Val Gronda wurde nicht genannt, Abgrenzungsfragen gibt es auch an den Osttiroler Gletscherflüssen. Harsche Kritik übt Umweltreferentin LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) an der Bundesregierung. Sie bemerkt bei den laufenden Verfahren eine „für unsere Tiroler Anliegen nicht sehr hilfreiche Verschärfung des Tonfalls zwischen Wien und Brüssel, für die ich die Abschottungspolitik der Bundesregierung verantwortlich mache“. Sollte es von der EU-Kommission einen präzisen Einwand zu den Nominierungsvorschlägen geben, werde man sich das gemeinsam mit den ExpertInnen und mit möglicherweise betroffenen GrundeigentümerInnen genau anschauen. Der Präsident des Umweltdachverbands, Franz Maier, fordert, dass die noch nicht erfolgten Nachnominierungen so schnell wie möglich erledigt werden, und „die ausreichende Abdeckung aller geforderten Natura-2000-Schutzgüter muss durch Offenlegung aller zugrunde liegenden Daten sichergestellt werden“. FP-Chef Markus Abwerzger glaubt, das Natura-2000-Debakel der schwarzgrünen Landesregierung sei vor den Gemeinderatswahlen bewusst verschwiegen worden. (pn)