Forced Entertainment gewinnt Internationalen Ibsen-Preis

Oslo (APA) - Der Internationale Ibsen-Preis geht heuer an die britische Theatergruppe Forced Entertainment. Die alle zwei Jahre verliehene A...

Oslo (APA) - Der Internationale Ibsen-Preis geht heuer an die britische Theatergruppe Forced Entertainment. Die alle zwei Jahre verliehene Auszeichnung ist mit 2,5 Millionen Norwegische Kronen (rund 300.000 Euro) dotiert. Frühere Preisträger waren unter anderem Peter Brook, Ariane Mnouchkine, Jon Fosse, Heiner Goebbels und Peter Handke. Die Verleihung findet im Herbst in Oslo statt.

„Der bedeutendste Theaterpreis der Welt ist in diesem Jahr eine Anerkennung des Theaters als kollektive Kunstform und Würdigung der gesellschaftlichen Bedeutung des Theaters“, erklärte heute Per Boye Hansen, Vorsitzender des Komitees des Internationalen Ibsen-Preises. „Das Komitee möchte diese ständig überraschende und nicht zuletzt unterhaltende Theatergruppe ehren, da Forced Entertainment das Theater neu belebt und herausfordert und die dieser Kunstform innewohnende Kraft erkennt und nutzt. Forced Entertainment nimmt die gesellschaftliche Rolle des Theaters sehr ernst.“

Die Theatergruppe Forced Entertainment wurde 1984 in Sheffield von Tim Etchells gegründet und ist bekannt für ihren wegweisenden, genreübergreifenden Ansatz, der über verschiedene Formen der Performance bis zur Auslotung der Potenziale von Video und digitalen Plattformen reichte. Während des diesjährigen Internationalen Ibsen-Festivals sollen drei Stücke von Forced Entertainment am Nationaltheater Oslo aufgeführt werden.