Europas Leitbörsen zu Mittag mit Kursgewinnen

Frankfurt am Main (APA) - Nach einem wenig bewegten Frühhandel haben sich die europäischen Leitbörsen am Freitag im Mittagshandel in der Gew...

Frankfurt am Main (APA) - Nach einem wenig bewegten Frühhandel haben sich die europäischen Leitbörsen am Freitag im Mittagshandel in der Gewinnzone gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 gewann 14,71 Einheiten oder 0,48 Prozent auf 3.057,81 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.30 Uhr mit 9.927,54 Punkten und plus 35,34 Einheiten oder 0,36 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London erhöhte sich um 29,55 Zähler oder 0,48 Prozent und steht nun bei 6.230,67 Stellen.

Wichtige Impulse blieben zum Wochenschluss noch eher dünn gesät, vor dem heute anstehenden „Hexensabbat“ müssen Anleger aber mit etwas stärkeren Kursschwankungen rechnen, hieß es aus dem Handel. Zum dem großen Verfallstag an den Terminmärkten laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes aus, was die Kurse oft wild schwanken lässt.

Etwas aufgehellt wurde die Stimmung zudem von wieder steigenden Ölpreisen. Daneben werden weiterhin die Entscheidungen der US-Notenbank Fed vom Mittwoch verdaut, hieß es von Analysten. Die Währungshüter hatten zur Wochenmitte signalisiert, dass sie heuer anstatt vier nur zwei Zinserhöhungen vornehmen will.

Konjunkturseitig richtete sich der Blick in der Früh auf die Erzeugerpreise aus Deutschland. Diese sind im Februar so stark gesunken wie seit sechs Jahren nicht mehr. Sie fielen um 3,0 Prozent zum Vorjahresmonat. Volkswirte hatten nur ein Minus von 2,6 Prozent erwartet. Im weiteren Tagesverlauf stehen neben dem Verbrauchervertrauensindex der Uni Michigan zwei Fed-Notenbanker-Reden auf der Agenda, die möglicherweise neue Erkenntnisse zur Geldpolitik liefern könnten, hieß es von Marktbeobachtern.

Generali machten mit Zahlen auf sich aufmerksam. 2015 hat der Versicherungskonzern seinen Gewinn um 21,6 Prozent auf 2,03 Mrd. Euro gegenüber 2014 gesteigert. Das ist das beste Ergebnis der vergangenen acht Jahre. Die Anteilseigner sollen mit einer um 20 Prozent erhöhten Dividende an dem Erfolg teilhaben. Der Gewinn fiel jedoch nicht so hoch aus wie von Analysten erwartet, hieß es aus dem Handel. Daher sackten die Aktien mit minus 1,80 Prozent ans Ende des Euro-Stoxx-50 ab.

Dagegen legten die Aktien der Telecom Italia um 0,59 Prozent zu, obwohl der Konzern 2015 unterm Strich doch einen Verlust erlitte hatte. Das Minus lag bei 72 Mo. Euro, die vorläufige Berechnung von Mitte Februar hatte noch ein Plus von 150 Mio. Euro ergeben. Börsianer zeigten sich von den Ergebnissen aber wenig beeindruckt und sprachen von Einmaleffekten, die den Konzern überraschend ins Minus gedrückt hätten.

Im europäischen Branchenvergleich waren zum Wochenschluss Bankwerte gesucht. Im Euro-Stoxx-50 kletterten Societe Generale mit plus 2,32 Prozent an die Spitze des Index. Ebenfalls klar im Plus notierten Deutsche Bank mit einem Aufschlag von 1,86 Prozent. In London zogen Standard Chartered mit plus 7,41 Prozent an die Spitze im „Footsie“-Index.

In Zürich zogen indessen die Aktien von Richemont um 0,70 Prozent an. Bei dem Schweizer Luxusgüterkonzern gibt es Veränderungen auf der Chefetage. Der frühere Cartier-Chef Bernard Fornas tritt Ende des Monats von seinem Amt als Co-Chef zurück.

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