Fahrverbot: Gespräche mit Bayern gefordert
Innsbruck – Die Diskussion um Beschränkungen des Lkw-Verkehrs hat die Tiroler fest im Griff. Dass Bayern die Einführung des sektoralen Lkw-F...
Innsbruck –Die Diskussion um Beschränkungen des Lkw-Verkehrs hat die Tiroler fest im Griff. Dass Bayern die Einführung des sektoralen Lkw-Fahrverbots unbedingt verhindern möchten, wie Verkehrsminister Joachim Herrmann gegenüber der TT ankündigt, erhöht den Pulsschlag bei der Opposition. Südtirol zeigt hingegen Verständnis für das sektorale Lkw-Fahrverbot. Auch den Mautkorridor lehnt Bayern vehement ab.
Für SP-Landesgeschäftsführer LA Georg Dornauer agiert die schwarz-grüne Landesregierung dilettantisch, weil das Fahrverbot schlecht vorbereitet worden sei. Dass die CSU in Bayern außerdem von einer Korridormaut nichts wissen will, lässt bei Dornauer die Alarmglocken schrillen: „Um die Brennerstrecke für Lkw weniger attraktiv zu machen, müssen insbesondere Bayern und Südtirol die Maut anheben. Sie sind hauptverantwortlich dafür, dass die Route so beliebt ist.“ LH Günther Platter (VP) solle endlich seine Kollegen Seehofer und Kompatscher in die Pflicht nehmen und konkret verhandeln, statt Medienereignisse zu inszenieren.
Südtirols Gesundheitsreferent LHStv. Richard Theiner (SVP) hat Verständnis für Tirols Transitbremse. „Die Südtiroler Landesregierung unterstützt alle Vorhaben, die dem Schutz der Umwelt und der Gesundheit der Anrainer dienen.“ Mehr als zwei Millionen Lkw auf der Brennerachse seien eine enorme Belastung. Theiner verweist auch auf die Anstrengungen in Südtirol, in Übereinstimmung mit den Nachbarländern die Eurovignette einzuführen. (TT)