Sport in Tirol

Ins Ungewisse nach Stuttgart

Die Raiders stimmten sich gestern auf Stuttgart ein.
© Andreas Rottensteiner / TT

Den Swarco Raiders konnte man gestern beim Abschlusstraining auf die Füße schauen. Nur einem nicht: Reinhard Pardeller beendete seine Karriere.

Von Adrian Stöckl

Innsbruck –Sichtlich gelassen verließ Swarco-Raiders-Headcoach Shuan Fatah gestern den Rasen des Tivoli-W2. „Wir haben gut trainiert. Damit bin ich zufrieden“, grinste er.

Davon konnte sich gestern auch jeder höchstpersönlich ein Bild machen. Tür und Tor, oder wohl eher Zaun und Gitter, standen für jedermann offen. Bis auf ein paar Schaulustige sah man nur in fokussierte Helm-Gesichter, die nach dem Training auch für einen Scherz zu haben waren. „Die Jungs sind heiß und was mich positiv stimmt: Sie sind locker“, ist Fatah zuversichtlich.

Vor dem ersten Pflichtspiel in dieser Saison, der Battle4Tirol heute um 15 Uhr bei den Stuttgart Lions, wisse man aber nicht, was einem bevorstehe. Zu früh sei es noch. „Auf alle Fälle hat Stuttgart einen neuen Quarterback (Shane Carden, Anm.), der schon bei den Chicago Bears spielte. Man wird sehen, inwieweit er eine Rolle spielt“, wusste der deutsche Coach.

Keine Rolle wird mehr Defensive Tackle Reinhard Pardeller spielen. Der 24-Jährige musste aus beruflichen Gründen (Polizei, Anm.) den Helm an den Nagel hängen. „Nie wieder AC/DC beim Einlaufen mit den Jungs, nie wieder im Einsatz Mann gegen Mann“, erzählte der Wildermieminger wehmütig. Gedanken habe er sich schon länger gemacht. Aber „als Amateur ist man immer Optimist“, schmunzelte er. Nach zehn Jahren voller Erfolge (Austrian- sowie Eurobowl) gab Pardeller seinem Team noch einen letzten Spruch mit auf den Weg nach Stuttgart. „Fourth quarter, last play.“ (Viertes Viertel, letzter Spielzug, Anm.). Er hat seinen letzten Spielzug bereits gespielt.

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