Tochter ermordeter Aktivistin in Honduras mahnt ausländische Firmen
Tegucigalpa (APA/dpa) - Die Tochter der ermordeten honduranischen Menschenrechtsaktivistin und Umweltschützerin Berta Caceres hat alle am Ba...
Tegucigalpa (APA/dpa) - Die Tochter der ermordeten honduranischen Menschenrechtsaktivistin und Umweltschützerin Berta Caceres hat alle am Bau des von ihrer Mutter bekämpften Staudamms Agua Zarka beteiligten internationalen Unternehmen zum Rückzug aufgefordert. Die Unternehmen sollten die Folgen ihres Engagements bedenken, sagte Berta Isabel Zuniga Caceres am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in New York.
Berta Caceres war vor zwei Wochen in dem Ort La Esperanza von Unbekannten erschossen worden. Am Dienstag war auch ihr Mitstreiter Nelson Garcia umgebracht worden. Beide hatten mit ihrem Bürgerrat der Volks- und Indio-Organisationen (Copinh) den Protest gegen das Wasserkraftwerk organisiert. Die niederländische Entwicklungsbank FMO kündigte am Mittwoch an, sie werde alle Aktivitäten in Honduras einstellen, unter anderem auch die Mitfinanzierung von Agua Zarca.
An dem umstrittenen Staudammprojekt im Siedlungsgebiet der Lenca-Indianer ist auch ein Joint Venture der deutschen Unternehmen Siemens und Voith beteiligt, das Turbinen und Generatoren liefert. Siemens teilte mit, es halte nur eine Minderheitenbeteiligung an dem Joint Venture und sei nicht in die Geschäfte eingebunden. Das Unternehmen habe Voith seine Bedenken mitgeteilt und dringe auf eine Überprüfung des Projekts.