Hofer will mit Biomarke „Zurück zum Ursprung“-Marke nicht ins Ausland

Wien/Sattledt (APA) - Die Hofer Biomarke „Zurück zum Ursprung“ feiert heuer ihr zehnjähriges Jubiläum. Trotz rasanter Umsatzzuwächse in den ...

Wien/Sattledt (APA) - Die Hofer Biomarke „Zurück zum Ursprung“ feiert heuer ihr zehnjähriges Jubiläum. Trotz rasanter Umsatzzuwächse in den vergangenen Jahren will der Diskonter mit der Biomarke nicht in die für Aldi Süd mitbetreuten Märkte Schweiz, Slowenien und Ungarn expandieren. „Das Projekt ist als Konzept kaputt, wenn wir in den Export gehen“, sagte Hofer-Chef Günther Helm am Montag bei einem Pressegespräch in Wien.

„Zurück zum Ursprung“ soll eine österreichische Bio-Marke bleiben. In der Schweiz, Slowenien und Ungarn wären „ähnliche Projekte“ möglich, so Helm. Nähere Angaben zu möglichen Plänen und zum Umsatz der Marke wollte er aber nicht machen. Als zweitgrößte Biomarke in Österreich nach der Rewe-Biomarke Ja!Natürlich wird der Umsatz von „Zurück zum Ursprung“ laut Branchenexperten auf rund 200 Mio. Euro geschätzt.

Derzeit produzieren 3.000 heimische Biobauern für die Biomarke, davon 1.400 Milchbauern. Hofer hat aktuell 150 „Zurück zum Ursprung“-Bioprodukte von Heumilch, Käse, Gemüse, Obst, Fleisch bis Brot und 250 weitere Aktionsartikel im Programm. Laut dem Hofer-Chef sollen weitere Produkte folgen. Der Beginn im Jahr 2006 sei „sehr hart“ gewesen und Hofer hatte mit der Biomarke „einen langen Atem“, resümierte Helm. Nach massiven Anlaufschwierigkeiten kaufen Konsumenten bei Hofer nun auch deutlich höherpreisiges Bio-Hühnerfleisch und -Rindfleisch. Bio-Schweinefleisch sei aber viermal so teuer als konventionelles Fleisch und sehr schwer zu verkaufen.

Den krisengeschüttelten Milchbauern zahlt Hofer einen Aufschlag von 20 Cent für ihre Bioheumilch auf den aktuellen Milchpreis von 28 Cent pro Kilogramm, erklärte „Zurück zum Ursprung“-Markengründer Werner Lampert. Er berät Hofer und hat die Biomarke konzipiert.

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Helm und Lampert wurden nicht müde zu betonen, dass bei „Zurück zum Ursprung“ höhere Standards als gesetzlich vorgeschrieben gelten - etwa mit dem Prüfzeichen „Tierschutzgeprüft“, Babyfood-Standard und dem CO2-Fußabdruck.

Zur Hofer KG mit Sitz in Sattledt (OÖ) gehören neben Hofer Österreich auch Aldi Suisse, Aldi Ungarn und Hofer Slowenien. Im Jahr 2015 hat Hofer - wie berichtet - die 4 Mrd. Euro geknackt. Der Umsatz legte unter anderem wegen der neuen Aufbackboxen für Brot deutlich zu.

~ WEB http://www.hofer.at ~ APA303 2016-04-04/13:55


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