Nach Bluttat in Kapfenberg: Trennung als mögliches Motiv

Im steirischen Kapfenberg tötete ein Mann seine Ehefrau und deren Schwester auf offener Straße. Motiv könnte laut Polizei eine Beziehungskrise sein, da sich das Paar vor rund zehn Tagen getrennt haben soll.

Der 33-Jährige stach mit einem Klappmesser mit einer Klingenlänge von rund elf Zentimetern mehrmals auf seine Frau und deren Schwester ein.
© APA/ERWIN SCHERIAU

Kapfenberg – Nach der Bluttat am Montag in Kapfenberg kristallisiert sich heraus, dass die Messerattacke des Ehemanns (33) auf Frau (30) und Schwägerin (29) geplant gewesen sein dürfte. Motiv könnte eine Beziehungskrise sein, da sich das Paar vor rund zehn Tagen getrennt haben soll, wie ein Polizeisprecher am Dienstag auf APA-Anfrage sagte. Zwei Männer wurden verletzt, als sie den Frauen helfen wollten.

Das Paar lebte seit 2007 in Kapfenberg, auch etliche weitere Verwandte sind im Bereich der obersteirischen Stahlstadt zuhause. Die Frau hatte nach der Trennung mit den Kindern bei ihren Verwandten Unterschlupf gefunden. Der mutmaßliche Täter dürfte die Frau aber verfolgt haben und ihr und ihrer Schwester gegen 14.10 Uhr rund 100 Meter hinter einem Spar-Markt in der Wiener Straße aufgelauert haben. Der Tatort befindet sich auf einer Gemeindestraße zwischen der Wiener Straße und der Bahnstraße im Nahbereich des Frachtbahnhofes Kapfenberg.

Der 33-Jährige stach mit einem Klappmesser mit einer Klingenlänge von rund elf Zentimetern mehrmals auf seine Frau und deren Schwester ein. Er fügte den beiden tödliche Verletzungen zu.

Zwei Passanten verletzt

Ein 70-jähriger Passant wollte eingreifen, wurde aber vom 33-Jährigen attackiert und verletzt. Der Kapfenberger wurde im LKH Bruck/Mur ambulant behandelt und befindet sich in häuslicher Pflege. Ein weiterer 49-jähriger Mann, der den Frauen gleichfalls zu Hilfe eilen wollte, wurde ebenfalls verletzt und im Brucker Spital ambulant behandelt. Der Verdächtige wurde gegen 14.13 Uhr nach der Tat rund 100 Meter vom Tatort entfernt von der Polizei festgenommen.

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Der 33-jährige Serbe wurde am Montag erstbefragt, die formelle Vernehmung erfolgt am Dienstag. Eine Blutprobe sollte am Dienstag von der Gerichtsmedizin ausgewertet werden. Das Ergebnis der Obduktion der beiden Opfer stand am Dienstagvormittag noch aus. Die Angehörigen der Frauen wurden vom Kriseninterventionsteam betreut. Die drei, bzw. zwei Kinder der beiden Frauen sollen in Obhut der Großeltern sein. (APA)


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