Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich klar im Minus

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben am Dienstag mehrheitlich mit deutlichen Verlusten geschlossen. Gegen den Trend kl...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben am Dienstag mehrheitlich mit deutlichen Verlusten geschlossen. Gegen den Trend klar im Plus notierte nur der Shanghai Composite, der um 43,54 Punkte oder 1,45 Prozent auf 3.053,07 Einheiten stieg.

An den übrigen Handelsplätzen gab es klare Verluste zu beobachten: In Tokio rutschte der Nikkei-225 um 390,45 Zähler oder 2,42 Prozent auf 15.732,82 Punkte ab. In Hongkong verlor der Hang Seng Index 321,92 Zähler oder 1,57 Prozent auf 20.177,00 Einheiten. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 69,7 Zähler oder 1,37 Prozent auf 5.000,40 Einheiten.

In Mumbai tendierte der indische Leitindex Sensex 30 zuletzt um 501,80 Punkte oder 1,98 Prozent tiefer bei 24.897,85 Zählern.

In Tokio belastete vor allem die weitere Aufwertung des Yen. Im Tagesverlauf fiel der US-Dollar auf unter 110 Yen. Damit notierte die japanische Währung so hoch wie zuletzt im Oktober 2014. Exportorientierte Aktien gehörten infolgedessen zu den größten Verlierern, da ein stärkerer Yen die Produkte der Unternehmen außerhalb Japans verteuert. So verloren die Anteilsscheine von Suzuki 4,15 Prozent und die Titel von Mazda büßten 3,74 Prozent ein. Auch Toyota-Aktien zeigten sich mit einem Minus von 3,31 Prozent deutlich schwächer.

In Shanghai stützte Marktbeobachtern zufolge die zunehmende Hoffnung auf eine Stabilisierung der chinesischen Konjunktur. Bereits vergangene Woche war der Einkaufsmanagerindex für die chinesische Industrie überraschend gestiegen. Die Analysten der Credit Suisse erwarten nun, dass es an den chinesischen Börsen in den nächsten beiden Monaten weiter aufwärts gehen wird. Bei den Einzelwerten profitierten Aktien von Airlines vom gesunkenen Ölpreis: So legten Air China 3,50 Prozent zu und China Southern Airlines gewannen 2,51 Prozent.

In Indien senkte die Notenbank ihren Leitzins erwartungsgemäß um 25 Basispunkte auf 6,5 Prozent, womit er so tief liegt wie seit fünf Jahren nicht mehr. „Eine Zinssenkung um 25 Basispunkte war bereits eingepreist“, sagte ein Marktteilnehmer, „der Markt reagiert aber auch auf globale Aspekte“. Bankwerte gehörten in Mumbai zu den größten Verlierern, ICICI Bank notierten zuletzt 4,74 Prozent im Minus und State Bank verloren 4,11 Prozent.

In Australien stand ebenfalls eine Zinsentscheidung an. Die australische Zentralbank ließ die Zinsen wie am Markt erwartet unverändert. In ihrer Stellungnahme verwiesen die Währungshüter auf die Risiken einer anhaltenden Aufwertung des australischen Dollars. Dieser hat seit Anfang des Jahres zum US-Dollar deutlich zugelegt. Nach der heutigen Zinsentscheidung schwächte er sich jedoch etwas ab.


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