74-Jährige vergrub tote Freundin im Garten und kassierte Pension

Eine Frau in Deutschland pflegte jahrelang ihre Freundin. Nach deren Tod vergrub sie die Leiche im Garten. Fast zehn Jahre kassierte die heute 74-Jährige weiter die Pension.

Symbolfoto.
© Keystone

Alsfeld – Eine 74-jährige Deutsche soll ihre tote Freundin im Garten vergraben und jahrelang deren Pension kassiert haben, nun ist sie zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Amtsgericht im hessischen Alsfeld sprach die Frau am Dienstag des gewerbsmäßigen Betrugs schuldig.

Die Angeklagte hatte vor Gericht gestanden, ihre Freundin, die sie zuvor jahrelang gepflegt hatte, vergraben zu haben, um weiterhin Pflegegeld und Pension zu kassieren. Die Zahlungen waren fast zehn Jahre lang bei ihr eingegangen, insgesamt rund 135.000 Euro. Mehrere Pflegedienste hatten ohne Überprüfung immer wieder Bescheinigungen für die längst Verstorbene ausgestellt.

Die Freundin starb im Frühjahr 2005 im Alter von 81 Jahren eines natürlichen Todes, doch erst im Dezember 2013 meldete die Gemeindeverwaltung sie als vermisst. Die Polizei fand die Leiche im folgenden Sommer. (APA/dpa)


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