Richter verwarf Klage gegen Porsche wegen Walker-Unfalls

Die Witwe des Unfalllenkers bemängelte unzureichende Schutzvorrichtungen im Auto. Porsche hat jede Verantwortung für den Unfall zurückgewiesen.

Paul Walker kam am 30. November 2013 bei einem Autounfall in Kalifornien ums Leben.
© REUTERS/Filipe Carvalho

Los Angeles – Knapp zweieinhalb Jahre nach dem tödlichen Autounfall des „Fast-and-Furious“-Schauspielers Paul Walker hat ein US-Richter eine Klage der Witwe des damals ebenfalls umgekommenen Fahrers Roger Rodas gegen Porsche verworfen. Der Richter befand am Dienstag in Los Angeles, die Klägerin habe keine „aussagekräftigen Beweise“ vorgelegt, dass der deutsche Automobilhersteller am Tod ihres Mannes schuld sei.

Bei dem Unfall im November 2013 im südkalifornischen Santa Clarita hatte Rodas die Kontrolle über den Wagen - einen Porsche Carrera GT aus dem Jahr 2005 - verloren, woraufhin dieser gegen Bäume und einen Laternenmast raste und in Flammen aufging. Nach Justizangaben war mit einer Geschwindigkeit von rund 160 Stundenkilometern gefahren.

Die Witwe führte an, das Auto habe über kein ausreichendes Schutzsystem für den Benzintank verfügt, um eine Explosion zu verhindern. Richter Philip Gutierrez wies diese Argumentation jedoch zurück. Die Autopsie habe ergeben, dass Rodas nicht durch das Feuer ums Leben gekommen sei, sondern durch ein „stumpfes Trauma“, also die Verletzung innerer Organe.

Porsche selbst hat jede Verantwortung für den Unfall zurückgewiesen. Die juristische Auseinandersetzung um den Unfall ist mit der Entscheidung vom Dienstag allerdings noch nicht beendet. Neben der Witwe des Fahrers haben auch Walkers Tochter und Vater gegen den Autobauer geklagt; über diese Klagen ist noch nicht entschieden.

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Paul Walker war mit den „Fast-and-Furious“-Filmen über illegale Autorennen mit aufgemotzten Sportwagen berühmt geworden. Er spielte in fünf der sechs Folgen mit. Der letzte Film musste ohne ihn zu Ende gedreht werden. (APA/AFP)


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