„Winter wird immer später starten“

Tirols Skigebiete dürften die Wintersaison mit einem leichten Minus beendet haben. Später Winterstart wird künftig zur Regel.

(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

Ehrwald –Schrecklicher Start, gutes Ende. So fasste Tirols Seilbahnobmann Franz Hörl gestern die vergangene Wintersaison zusammen. Obwohl die Seilbahnbranche konkrete Umsatzzahlen erst Ende April bekannt geben will, dürften viele Tiroler Skigebiete nach einem aufgrund des Schneemangels schlechten Saisonbeginn noch mit einem blauen Auge davongekommen sein. „Wir werden die Saison maximal mit einem leichten Minus abschließen. Manche Skigebiete dürften dabei noch ein Umsatzplus geschafft haben“, meinte Hörl gestern im Rahmen der Tiroler Seilbahntagung in Ehrwald. Niedrig gelegene Skigebiete hätten dagegen sehr schwer zu kämpfen. Die Wertschöpfung erfolge vor allem durch die größeren, höher gelegenen und teureren Skigebiete. Entschärft worden sei die Registrierkassenpflicht für die Seilbahner – bei Skiliften sei kein zusätzlicher Kassenbeleg notwendig, solange der Skipass gewisse Inhalte eines Belegs aufweist.

Mit schwierigen Winterstarts werde nach Ansicht des Meteorologen Rudi Mair vom Lawinenwarndienst Tirol öfter zu rechnen sein. „Man wird künftig häufiger mit schneeärmeren Wintern rechnen müssen und damit, dass der Winter immer später startet“, sagte der Experte. Auch der vergangene Winter sei viel zu warm gewesen, ein späterer Winterstart werde künftig die Regel sein. „Der Klimawandel findet statt, darüber braucht man gar nicht mehr lange zu diskutieren“, so Mair. Für Seilbahnen bedeute dies verstärktes „Schneemanagement“ – zumal die für eine künstliche Beschneiung günstigen Tage seltener würden. Für Wintersportler bedeute der Klimawandel, dass sich etwa Skitourengehen deutlich stärker in die hochalpinen Regionen verlagern werde. (mas)

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