Friaul-Präsidentin: „Brennerschließung wäre Wirtschaftsdesaster“

Rom (APA) - Die Präsidentin der Region Friaul Julisch Venetien, Debora Serracchiani hat eine mögliche Grenzschließung am Brenners als „Wirts...

Rom (APA) - Die Präsidentin der Region Friaul Julisch Venetien, Debora Serracchiani hat eine mögliche Grenzschließung am Brenners als „Wirtschaftsdesaster“ bezeichnet. „Ich hoffe, dass weitsichtigere Bewertungen sich in Wien und in anderen Hauptstädten durchsetzen werden“, so Serracchiani in einer Aussendung im Vorfeld des Besuchs von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Freitag in Rom.

„Die Schließung des Brenners und anderer interner EU-Grenzen ist keine Lösung für die Flüchtlingsproblematik und würde die europäische Kohäsion zerstören. Sie wäre außerdem ein wahres Wirtschaftsdesaster für Österreich und Italien“, schrieb Serracchiani.

„Wir sind seit jeher mit Ländern wie Österreich und Slowenien solidarisch gewesen, die in den vergangenen Monaten einen Flüchtlingsdruck aushalten mussten, der in Relation zu ihrer Größe übermäßig ist. Auch deswegen haben Italien und Friaul die Anpassung der europäischen Migrationsgesetze gefordert“, so Serracchiani.

„Unsere Region ist nicht vom übermäßigen Flüchtlingsandrang betroffen. Eine bestimmte Zahl illegaler Migranten ist nach Österreich zurückgeschickt worden. Innenminister Angelino Alfano wird die Sorge Friauls über eine mögliche Grenzschließung zum Ausdruck bringen“, schrieb Serracchiani.


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