Fußball: Nach Rekordsieg will Ingolstadt den nächsten Großen ärgern

Ingolstadt (APA/dpa) - Mit seinem erstarkten Angriff will der FC Ingolstadt den nächsten Champions-League-Kandidaten der deutschen Fußball-B...

Ingolstadt (APA/dpa) - Mit seinem erstarkten Angriff will der FC Ingolstadt den nächsten Champions-League-Kandidaten der deutschen Fußball-Bundesliga ärgern. Nach dem überzeugenden 3:0-Heimsieg gegen den FC Schalke 04 empfängt der auf Platz neun liegende Aufsteiger am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) den Tabellenvierten Borussia Mönchengladbach und möchte weitere wichtige Punkte für den Klassenerhalt sammeln.

Großen Anteil daran, dass dieses Saisonziel mit bereits 36 Punkten zum Greifen nahe ist, haben die in der Hinrunde noch ziemlich harmlosen Angreifer. Bereits 15 Tore hat der FCI in der Rückrunde erzielt, davon gingen 13 auf die Kappe von Stürmern. Vor allem ÖFB-Legionär Lukas Hinterseer, der in seinen jüngsten fünf Liga-Spielen immer traf, und Moritz Hartmann, der im Frühjahr ebenfalls schon fünf Treffer erzielt hat, bewiesen ihren Torriecher. Für Trainer Ralph Hasenhüttl ist das keine Überraschung: „Ich habe immer gesagt: Lasst denen einfach Zeit, es wird der Moment kommen, wo wir uns an die Liga gewöhnen, uns an das Tempo gewöhnen.“

Die Bilanz der Ingolstädter ist beeindruckend: Das 3:0 gegen Schalke war der bisher höchste Bundesligasieg des Neulings. Mit zwölf Punkten ist das Team in der Rückrunde im eigenen Stadion ungeschlagen. Bei einem Sieg gegen Gladbach hätte der FCI bereits 39 Punkte und kann damit schon fix für seine zweite Saison in der höchsten Spielklasse planen. „Es ist ein besonderes Gefühl, dass wir nie gucken müssen, wer wo gegen wen spielt“, sagte Hasenhüttl über die Tabellenkonstellation. Den kommenden Gegner nannte der Steirer „offensiv mit das Beste, was die Liga zu bieten hat“ und eine „sehr variabel spielende Mannschaft“.

„Das ist eine sehr unangenehme Mannschaft mit einem guten Defensivkonzept“, lobte umgekehrt Gladbachs Coach Andre Schubert die Ingolstädter. Die Borussia hat jüngst mit einem klaren 5:0-Heimsieg gegen den Tabellendritten Hertha BSC den letzten Champions-League-Fixplatz, auf den sechs Runden vor Schluss drei Zähler fehlen, ins Visier genommen.

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In der Fremde hingegen lief es schlecht für Gladbach, der bisher letzte Auswärtssieg liegt mehr als fünf Monate zurück. Der FCI will dafür sorgen, dass diese Negativserie anhält: Nach dem 0:0 im Hinspiel wolle man in Bestbesetzung zeigen, „dass wir nochmals einen Schritt weiter gekommen sind mit unserer Art zu spielen“, kündigte Hasenhüttl an, dem der gesamte Kader zur Verfügung steht.

Im Gegensatz zu Ingolstadt befindet sich Werder Bremen mitten im Abstiegskampf und steht deshalb im Heimspiel gegen den mit nur einem Zähler Rückstand auf dem Relegationsrang liegenden FC Augsburg unter Siegzwang. Gleiches gilt für die mit Augsburg punktegleichen Frankfurter, die den Tabellen-14. Hoffenheim empfangen. Tabellenführer Bayern München kann indes mit einem Sieg beim Tabellenzwölften Stuttgart den nächsten Schritt Richtung vierten Titel en suite machen. Der fünf Punkte zurückliegende Verfolger Borussia Dortmund gastiert erst am Sonntag (15.30) im Revierderby auf Schalke.

Die Spiele der 29. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga: Hertha BSC - Hannover 96 (am heutigen Freitag, 20.30 Uhr), FC Ingolstadt (Özcan, Hinterseer, Suttner, Trainer Hasenhüttl) - Borussia Mönchengladbach (Hinteregger, Stranzl), Hamburger SV (Gregoritsch) - SV Darmstadt 98 (Garics), VfB Stuttgart (Harnik, Klein) - FC Bayern München (Alaba), Werder Bremen (Junuzovic, Grillitsch) - FC Augsburg (Manninger), Eintracht Frankfurt (Lindner) - TSG Hoffenheim (alle Samstag, 15,30 Uhr), VfL Wolfsburg - 1. FSV Mainz 05 (Baumgartlinger, Onisiwo) (Samstag, 18.30 Uhr), FC Schalke 04 (Schöpf) - Borussia Dortmund (Sonntag, 15.30 Uhr), 1. FC Köln (Hosiner, Trainer Stöger) - Bayer 04 Leverkusen (Sonntag, 17.30 Uhr)


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