Kampf gegen Boko Haram soll ausgeweitet werden

Abuja (APA/AFP) - Im Kampf gegen die Islamistengruppe Boko Haram wollen Nigeria und die anderen betroffenen Staaten künftig nicht nur auf da...

Abuja (APA/AFP) - Im Kampf gegen die Islamistengruppe Boko Haram wollen Nigeria und die anderen betroffenen Staaten künftig nicht nur auf das Militär setzen. Notwendig sei ein „globaler Ansatz“ zur Entwicklung der Region rund um den Tschad-See, um die Ursachen der blutige Rebellion zu beseitigen, heißt es in der Abschlusserklärung eines Anti-Boko-Haram-Gipfels, der am Wochenende in Abuja abgehalten wurde.

Der Einsatz einer multinationalen Truppe gegen die Islamistenmiliz lässt trotz Millionenhilfe des Westens weiter auf sich warten. Europa setzt Hoffnung in den neuen nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari, effizienter gegen die Organisation vorzugehen als sein Vorgänger Goodluck Jonathan. Buhari sagte auf dem Gipfel, für die Entwicklung der Region fehle fast eine Milliarde Euro.

Als einziger nichtafrikanischer Staatschef nahm der französische Präsident Francois Hollande an dem Treffen am Samstag in der nigerianischen Hauptstadt teil. Boko Haram sei „geschwächt und zum Rückzug gezwungen“ worden, sagte er. „Dennoch bleibt diese terroristische Gruppe eine Bedrohung.“

Seit dem Beginn des Aufstands von Boko Haram gegen den nigerianischen Staat im Jahr 2009 wurden Schätzungen zufolge 20.000 Menschen getötet. Tausende Frauen und Kinder wurden verschleppt und versklavt. Mehr als 2,6 Millionen Menschen flohen zeitweilig vor der sektenartigen Islamistengruppe. Diese will im mehrheitlich von Muslimen bewohnten Nordosten Nigerias einen islamischen Gottesstaat errichten.

(Feiertagszusammenfassung. NEU: Abschlusserklärung)