Sinead O‘Connor löste mit Verschwinden Such-Aktion aus
Die irische Sängerin gilt als selbstmordgefährdet und sei bereits im November deswegen in medizinischer Behandlung gewesen.
Chicago – Mit ihrem seltsamen Verhalten hat die irische Sängerin Sinead O‘Connor die Polizei in Chicago in Atem gehalten: Zunächst kehrte sie von einer Fahrradtour nicht zurück, wurde daraufhin als vermisst gemeldet - um Stunden später in einem Vorort wieder aufzutauchen. Dass ihr Verschwinden für so viel Wirbel sorgte, liegt vor allem an einer Reihe beunruhigender Internet-Kommentare der 49-Jährigen.
O‘Connor sei in einem Vorort von Chicago gefunden worden, sagte Polizeisprecher Eric Peterson am Montag. „Sie wird nicht länger als vermisst oder gefährdet geführt.“ Weitere Details wollte er nicht nennen. Nach Informationen der Lokalzeitung „The Wilmette Beacon“ wohnte die Sängerin seit mehreren Wochen bei Freunden in Chicago.
Die Promi-Webseite „TMZ“ berichtete, der irische Star gelte als selbstmordgefährdet und sei bereits im November in medizinischer Behandlung gewesen, nachdem sie ihrer Familie einen Abschiedsbrief hinterließ und verschwand. In der Vergangenheit hat die Irin immer wieder verstörende Nachrichten an die Öffentlichkeit geschickt und damit Bestürzung und große Sorge ausgelöst. Nach einer Selbstmordankündigung auf ihrer Facebookseite war sie in ein Krankenhaus in Dublin eingeliefert worden, berichtet unter anderem die „Daily Mail“.
Verstörende Nachrichten auf Facebook
Vor allem mit ihrer Familie soll sich die Sängerin überworfen haben. „Wäre ich schon tot, meine Familie würde es gar nicht bemerken. Denn offensichtlich bin ich Abschaum und verdiene es, wie Dreck behandelt zu werden“, schrieb sie im vergangenen November.
So schien sie in ihrer jüngsten Nachricht ihren Sohn aufzufordern, das Sorgerecht für seinen jüngeren Bruder zu beantragen. Auf dem Netzwerk veröffentlichte sie zudem ein Bild der berühmten Sklavereigegnerin Harriet Tubman und ein Zitat, in der diese darüber spricht, lieber tot zu sein als unfrei. Ende vergangenen Jahres hatte O‘Connor bereits von einem Suizidversuch berichtet.
O‘Connor wurde in den 1990er-Jahren mit dem Song „Nothing Compares 2 You“ weltberühmt. Die Ballade stammt aus der Feder des US-Popstars Prince, der am 21. April unter zunächst ungeklärten Umständen starb. O‘Connor warf dem US-Schauspieler Arsenio Hall danach vor, Prince jahrelang mit Drogen beliefert zu haben. Hall verklagte die Sängerin daraufhin auf fünf Millionen Dollar (knapp 4,4 Millionen Euro) Schmerzensgeld. (APA/AFP/TT.com)