Internationale Pressestimmen zu Clinton und dem US-Vorwahlkampf
Washington (APA/dpa) - Mehrere Zeitungen kommentieren am Dienstag die von Hillary Clinton bekundete Absicht, ihrem Mann Bill im Falle einer ...
Washington (APA/dpa) - Mehrere Zeitungen kommentieren am Dienstag die von Hillary Clinton bekundete Absicht, ihrem Mann Bill im Falle einer Wahl zur US-Präsidentin einen Posten als Beauftragter für die Wirtschaft zu übertragen. Die britische „Times“ schreibt:
„Dieses Vorhaben kommt einem Rückzug von der Verantwortung gleich. Nicht nur wegen Bill Clintons gemischter Bilanz als Präsident, sondern auch, weil sie sich selbst als Vorbild für Frauen dargestellt hat. Die erste Frau in der Geschichte Amerikas, die für eine der beiden großen Parteien wahrscheinlich als Präsidentschaftskandidatin aufgestellt wird, sollte bei ihren künftigen Ernennungen von Amtsträgern nach Verdiensten gehen und nicht nach dynastischen Vorrechten. Sie sollte offen sein für neue Ideen, nicht für behaglicherweise altvertraute.“
„Kommersant“ (Moskau):
„Hillary Clinton hat alle Chancen, die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten zu werden. Als ihr Mann Bill Clinton 1996 für eine zweite Amtszeit gewählt wurde, spielte Hillary im Weißen Haus die Rolle einer Schatten-Vizepräsidentin. 20 Jahre später kehrt die US-Politik zur Marke Clinton zurück. Der Unterschied ist nur, dass diesmal Hillary vorn steht, und die Rolle des Chefsouffleurs Bill zufällt. Die ehemalige First Lady will ihn zum Verantwortlichen für die Wiederbelebung der Wirtschaft berufen.“