Europas Leitbörsen zu Mittag weiter im Plus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Dienstag im Mittagshandel weiter im Plus tendiert. Gegenüber ihren Tageshochs...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Dienstag im Mittagshandel weiter im Plus tendiert. Gegenüber ihren Tageshochs vom Vormittag kamen sie jedoch etwas zurück. Marktbeobachter verwiesen auf die Ölpreise, die ihre Gewinne ebenfalls großteils abgegeben haben.

Um 12.35 Uhr notierte der Euro-Stoxx-50 mit einem Plus von 12,70 Einheiten oder 0,43 Prozent bei 2.964,09 Punkten. Der DAX in Frankfurt stieg um 30,24 Einheiten oder 0,30 Prozent auf 9.983,14 Punkte. Der FTSE-100 der Börse London legte 46,41 Zähler oder 0,75 Prozent auf 6.197,81 Stellen zu.

In der Früh hatten die Ölpreise noch den höchsten Stand seit über einem halben Jahr erreicht. Im Verlaufe des Vormittags konnten sie ihre Gewinne jedoch nicht halten. Der Brentpreis drehte ins Minus, die US-Sorte WTI hielt sich nur leicht im Plus. Die Entwicklung der Ölpreise gilt an den Finanzmärkten als Indikator für die Konjunktur.

Im weiteren Tagesverlauf dürfte sich die Aufmerksamkeit der Anleger vor allem auf US-Daten am Nachmittag richten. Veröffentlicht werden unter anderem die Inflationsrate für April sowie Zahlen zur Industrieproduktion. Daneben stehen noch Daten zu Baubeginnen und -genehmigungen am Programm.

In Europa sind am Vormittag nur Inflationszahlen aus Großbritannien veröffentlicht worden. Diesen zufolge sind die Verbraucherpreise im April um 0,3 Prozent gestiegen. Damit fiel das Plus schwächer aus als erwartet, zudem hatte es im März noch ein Plus von 0,5 Prozent gegeben.

Bei den Einzelwerten stiegen Aktien von Vodafone an der Londoner Börse um 2,35 Prozent, obwohl der britische Telekomkonzern im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von 3,82 Mrd. Pfund eingefahren hat. Analysten bewerteten die operative Entwicklung allerdings positiv.

Noch deutlicher aufwärts ging es für die Papiere von Taylor Wimpey, die im Mittagshandel 5,03 Prozent gewannen. Das Wohnbauunternehmen hatte zuvor angekündigt, im Juli 2017 eine Sonderdividende zu zahlen. Auch die regulären Ausschüttungen sollen erhöht werden.

Im Branchenvergleich zeigten sich Bankaktien gut gesucht. Im Euro-Stoxx-50 nahmen BNP Paribas (plus 2,65 Prozent), Societe Generale (plus 2,63 Prozent) und BBVA (plus 1,99 Prozent) zu Mittag Spitzenpositionen ein.

Schwach präsentierten sich hingegen die Papiere der deutschen Autohersteller, die im Euro-Stoxx-50 die drei größten Verlierer waren: VW-Aktien büßten 1,66 Prozent ein, Papiere von Daimler verloren 1,24 Prozent und BMW-Anteilsscheine fielen um 1,88 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA252 2016-05-17/12:44