Klettern: Finalplätze als ÖKV-Ziel beim Boulder-Weltcup in Innsbruck

Innsbruck (APA) - Mit hohen Erwartungen geht der österreichische Kletterverband (ÖKV) in den Boulder-Heimweltcup, der am Freitag und Samstag...

Innsbruck (APA) - Mit hohen Erwartungen geht der österreichische Kletterverband (ÖKV) in den Boulder-Heimweltcup, der am Freitag und Samstag in Innsbruck auf dem Programm steht. Ein Finalplatz bei Damen und Herren ist das Minimalziel des Teams von Nationaltrainer Heiko Wilhelm. Die Veranstaltung findet diesmal nicht wie sonst am Marktplatz, sondern als Test für die WM 2018 in der Olympiahalle statt.

Im Vorjahr bei der Heim-EM unter freiem Himmel überzeugten vor allem die Damen. Ex-Weltmeisterin Anna Stöhr holte Silber, Katharina Saurwein Bronze und die junge Niederösterreicherin Jessica Pilz auf Anhieb beim ersten Antreten in der „Erwachsenenklasse“ Platz fünf. Vorstieg-Spezialist Jakob Schubert landete auf Platz vier.

„So ein Ergebnis wäre ideal“, sagte Stöhr am Dienstag anlässlich eines Pressegesprächs in Innsbruck. Die Tirolerin gab aber an, dass sie anders als in vergangenen Jahren nicht eine der Top-Favoritinnen ist. „Nach dem holprigen Start in die Saison wäre ich schon mit einem Finalplatz zufrieden“, sagte die 28-Jährige.

Ein Ringbandriss im Finger, erlitten im Juni des Vorjahres, behinderte sie in der Vorbereitung. Die Weltcups zum Saisonbeginn in Meiringen (SUI) und Japan bestritt sie „ohne großen Erfolg“, gestand Stöhr. Auf die Wettkämpfe in China und Indien verzichtete sie. „Mit dem Heimpublikum in Innsbruck hoffe ich, wieder Selbstvertrauen zu tanken“, sagte Stöhr, deren großes Saisonziel die WM im September in Paris ist. 2007 und 2011 holte sie jeweils WM-Gold.

Gerade rechtzeitig vor dem Heimweltcup in Form gekommen ist ihre gleichaltrige Landsfrau Saurwein. Sie erreichte am Wochenende in Indien den sechsten Platz. „Auch das Finale in Innsbruck ist natürlich mein Ziel“, kündigte die Boulder-Spezialistin an. Pilz erreichte zum Saisonauftakt in der Schweiz Platz elf, ließ die kommenden drei Weltcups aber aus. „Wegen der Vorbereitung auf die Matura. Das war mit Training und Lernen schon eine heftige Zeit“, sagt die 18-jährige, die sich wieder einen Platz im Halbfinale erhofft.

Auch wenn Schubert in Meiringen einen Finalplatz erreicht hat, wäre er in der Olympiahalle mit dem Halbfinale zufrieden. „Weil ich derzeit nur ein Halbzeit-Boulderer bin“, bekannte der Vorstieg-Weltmeister, dessen Fokus heuer voll auf seiner Spezialdisziplin liegt.

Mit der Übersiedlung in die Olympiahalle (5.000 Zuschauer) soll bereits für die WM 2018 geprobt werden. Die Qualifikation wird in zwei Jahren im neuen Kletterzentrum steigen, Halbfinale und Finale (Bouldern, Vorstieg, Speed und Paraclimbing) in der Olympiahalle. „Die Halle bietet uns mehr Möglichkeiten für eine große Show“, meinte ÖKV-Generalsekretär Michael Schöpf erfreut. Favoriten sind die Britin Shauna Coxsey sowie Kokoro Fujii (JPN) und Jan Hojer (GER).

~ Das Programm: Freitag: 10.00 Uhr: Qualifikation Herren, 16.00: Qualifikation Damen. Samstag, 13.00: Halbfinale, Damen und Herren, 20.15 Uhr: Finale Damen und Herren (live ORF Sport+)

Das ÖKV-Aufgebot - Damen: Katharina Posch, Julia Pingerra, Magdalena Röck, Katharina Saurwein, Berit Schwaiger, Anna Stöhr (alle T), Jessica Pilz (NÖ), Johanna Färber (St), Karoline Sinnhuber (S), Franziska Sterrer (OÖ). Herren: Andreas Aufschnaiter, Alfons Dornauer, Lukas Ennemoser, Matthias Erber, Florian Klingler, Jan-Luca Posch, Bernhard Röck, Jakob Schubert, Elias Weiler (alle T), Georg Parma (NÖ), Max Rudigier (S) ~