Fußball: UEFA will in Basel Prozedere zu Platini-Nachfolge regeln

Basel/Zürich (APA/dpa) - Der Europäische Fußballverband UEFA will am Mittwoch bei einer Sondersitzung des Exekutivkomitees die Nachfolge von...

Basel/Zürich (APA/dpa) - Der Europäische Fußballverband UEFA will am Mittwoch bei einer Sondersitzung des Exekutivkomitees die Nachfolge von Michel Platini klären. Der Franzose ist nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes (CAS) Anfang Mai als Präsident zurückgetreten. Der CAS reduzierte eine Sechsjahressperre, durch die FIFA wegen dubioser Zahlungen gegen Platini ausgesprochen, um lediglich zwei Jahre.

Es gilt als unwahrscheinlich, dass die UEFA noch vor der Europameisterschaft einen neuen Präsidenten küren wird, vielmehr soll bei der Sitzung im Rahmen des Europa-League-Finales in Basel zumindest das Prozedere geklärt werden. Das größte Problem der UEFA ist der Mangel an Kandidaten. Der Italiener Gianni Infantino, vormals UEFA-Generalsekretär, wurde durch den FIFA-Skandal an die Spitze des Weltverbandes gespült. Platinis Vizepräsident Angel Maria Villar gilt als Intimus des gefallenen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter und als Mann der Vergangenheit.

Der Niederländer Michael van Praag gilt zwar als aussichtsreicher Kandidat, mit seinen 68 Jahren wäre er allerdings lediglich ein Übergangschef für eine Amtszeit. Hinter den Kulissen wird gemunkelt, dass sich die Verbände aus Osteuropa auf einen Kandidaten einigen wollen, der Name Davor Suker wird genannt. Zuletzt machten die Osteuropa-Vertreter aber in der Kosovo-Frage überhaupt keinen geschlossenen Eindruck.

Als wahrscheinlichster Termin für die Wahl des neuen UEFA-Präsidenten gilt derzeit Mitte September bei einem Außerordentlichen UEFA Kongress.