Eurogruppe optimistisch über globale Lösung für Griechenland

Brüssel (APA) - Die Eurogruppe ist optimistisch über eine globale Lösung für Griechenland. Bis zur nächsten Sitzung der 19 Finanzminister de...

Brüssel (APA) - Die Eurogruppe ist optimistisch über eine globale Lösung für Griechenland. Bis zur nächsten Sitzung der 19 Finanzminister der Währungsunion Dienstag in einer Woche sei zwar noch ein schwieriger Weg zurückzulegen, doch sei eine Einigung in Reichweite, hieß es in EU-Ratskreisen in Brüssel.

Dabei könnte auch der Internationale Währungsfonds (IWF) an Bord sein. Die EU-Institutionen und der IWF unterscheiden sich in ihren Anforderungen an Athen nur in einem Punkt. Der Währungsfonds möchte einen Primärüberschuss für Griechenland 2018 in der Höhe von 1,5 Prozent erreichen, die Europäer setzen 3,5 Prozent an. Sonst seien die Maßnahmen in dem Paket dieselben, hieß es.

Eher skeptisch wurden jüngste Berichte über Hilfskredite von 200 Mrd. Euro bewertet, die bis 2040 zins- und tilgungsfrei gestellt werden könnten. Wenn es sich um Derivate handle oder um griechische Staatsanleihen, dann sei dafür einfach kein Markt da, wurde dem entgegen gehalten. Außerdem könnte dies dazu führen, dass die ESM-Zinsraten sich verdoppeln könnten, und deswegen handle es sich hier keinesfalls um einen attraktiven Vorschlag, wurde in EU-Ratskreisen argumentiert.

Damit ist weiter unklar, ob bei der nächsten Eurogruppen-Sitzung die Freigabe der ersten Tranche an Griechenland erfolgen kann. Auch über die Höhe dieser Auszahlungsgelder wurde nichts bekannt. Zuletzt war von gut fünf Mrd. Euro die Rede.

Weitere Themen bei der Tagung der Währungsunion Dienstag kommender Woche in Brüssel sind die Lage in Spanien, die wirtschaftliche Lage der Eurozone insgesamt sowie das Arbeitsprogramm für die zweite Jahreshälfte 2016, ferner kommen Detailfragen wie Pensionsreformen und Insolvenzrahmen zur Sprache.

Bei Spanien geht es um den Überwachungsmechanismus nach Ausscheiden der Iberer aus dem Rettungsschirm. Vor allem wird die Schuldentragfähigkeit bewertet und ob Spanien keine Risiken zum Zurückzahlen der Fälligkeiten hat. Das südliche Euroland hatte wegen Problemen bei der Regierungsbildung nach den jüngsten Wahlen zu einem neuen Urnengang aufgerufen und damit die wirtschaftliche Erholung verlangsamt.