Doping: WADA beginnt Untersuchung von Sotschi-Winterspielen
Montreal (APA) - Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA lässt ein Ermittlerteam die Vorwürfe des systematischen Dopings durch Russland bei Olympi...
Montreal (APA) - Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA lässt ein Ermittlerteam die Vorwürfe des systematischen Dopings durch Russland bei Olympia 2014 in Sotschi untersuchen. Wie die WADA am Dienstag in Montreal mitteilte, leitet das Team ihr Untersuchungsmanager Mathieu Holz, ein früherer Offizier der französischen Gendarmerie und Interpol-Agent. Zu der Gruppe gehören unabhängige Experten und Wissenschaftler.
„Nach Ende der Untersuchung wird die WADA einen umfassenden Bericht veröffentlichen und die dazu gehörenden Belege, die gesammelt worden sind, zugänglich machen“, hieß es. Das Internationale Olympische Komitee hatte die WADA zuvor beauftragt, Untersuchungen aufzunehmen, ob das Anti-Doping-Labor in Sotschi während der Spiele in Betrügereien verwickelt war.
Auslöser für die Untersuchung sind Behauptungen des ehemaligen Leiters des Moskauer Anti-Doping-Labors, Gregori Rodschenkow, er habe systematische Manipulationen im russischen Team während der Sotschi-Spiele mitorganisiert. Rodschenkow, der jetzt in Los Angeles in den USA lebt, hatte erklärt, 15 der russischen Medaillengewinner sein gedopt gewesen. Dafür gibt es bisher keine unabhängigen Beweise.
Die WADA hat nach eigenen Angaben inzwischen Kontakt zu Rodschenkow aufgenommen und um ein Treffen gebeten in Los Angeles gebeten.